Bei einem Informationsabend in der Stadthalle wurden Anwohner und Hauseigentümer der Wohngebiete Halde und Galetsch vom Zweckverband Breitbandversorgung über den bevorstehenden Ausbau des Glasfasernetzes informiert.

Die Notwendigkeit des Glasfaseranschlusses zeigte Stadtbaumeister Alexander Tröndle auf. Neue Technologien im Bereich Haussicherheit, verändertes Medienverhalten, Fernsehen via Internet und Zukunftsvisionen wie Tele-Medizin erforderten immer größere Bandbreiten bei der Internetübertragung. "Die bisherige Technik wird die Anforderungen rein physikalisch nicht mehr erfüllen können", sagte er. Mit dem Glasfaseranschluss rüste sich die Stadt St. Georgen für die Zukunft.

Jochen Cabanis, Geschäftsführer des Breitband-Zweckverbandes, erläuterte zunächst die Technologie. Mit der neuen Technik werden Daten in Lichtgeschwindigkeit und ohne Datenverlust zwischen Verteilerstation und Hausanschluss übertragen. Auch die mögliche Bandbreite sei nahezu unbegrenzt und für kommende Anforderungen in den nächsten 30 bis 50 Jahren ausgelegt. "Dem Glasfaser geht nicht die Puste aus", machte er deutlich. Auch gab er zu bedenken, dass die Breitbandversorgung neben der Attraktivität der Stadt auch den Wert jeder Immobilie steigere.

Neben der eigentlichen Glasfasertechnik erläuterte Jochen Cabanis auch die Vorgehensweise, wie der Anschluss ins Haus kommt. Wichtig sei, dass möglichst viele Anwohner beziehungsweise Immobilieneigentümer einer Straße mitmachen. Dabei betonte er, dass zwar kein Anschlusszwang bestehe: "Aber wenn sich jemand später dazu entschließt, muss er die Kosten für die Tiefbauarbeiten komplett selbst tragen." Zum Zeitplan sagte er, dass mit den Bauarbeiten noch in diesem Jahr begonnen werde. Welches Gebiet dabei zuerst versorgt wird, Halde oder Galetsch, hängt von der Anzahl der Nutzer ab, die ihren Bedarf melden. "Bis die ersten Anschlüsse letztendlich ans Netz gehen und das schnelle Internet durch die Glasfaserkabel fließt, dauert es bis Sommer 2019." Spätestens Ende nächsten Jahres sollen dann alle Anschlüsse betriebsbereit sein.