Mit dem Kauf von fair gehandelten Kaffee kann das Leben der Menschen in der Dritten Welt etwas verbessert werden. Die Produzenten dort können mit der Fairtrade-Prämie Sozial-, Umwelt- oder Bildungsprojekte finanzieren. „Deutschland ist ein Land der Kaffeetrinker, warum kaufen die Leute nicht fair gehandelten Kaffee?“, fragt Hanne Eberenz beim Fairhock im Café Bohnenheld.

Sie und ihr Mann Martin engagieren sich seit 35 Jahren für eine gerechtere Welt, klären auf und unterstützen in der Steuerungsgruppe die Fairtrade-Arbeit in der Stadt. Die Mitglieder der Gruppe, zu denen auch Andrea Lauble, Stabsstelle Stadtmarketing, gehört, stellten beim ungezwungenen Fairhock bei fair gehandelten und selbst gemachten Kleinigkeiten und Getränken fest, dass die Ernennung der Bergstadt 2014 zur Fairtrade Town kein Grund zum Ausruhen ist. Alle sind sich einig: Es gibt noch viel zu tun.

Die zu Ende gehende Faire Woche verlief zufriedenstellend, das Interesse am Verkaufsstand im Edeka sowie an der fair gehandelten Orangensaftverkostung war groß und die Fotoausstellung im Rathaus fand Anklang.

Zum Fairhock trifft sich die Steuerungsgruppe Fairtrade Town im Café Bohnenheld. Das bietet als bisher einziger St. Georgener Gastronomiebetrieb fair gehandelte Lebensmittel an. Von links: Andrea Lauble, Mia Färber, Amelie Conzelmann, Michaela Conzelmann, Moritz Rieckmann, Martin Eberenz und Irmgard Lupfer. <sup></sup><em>Bild: Renate Bökenkamp</em>
Zum Fairhock trifft sich die Steuerungsgruppe Fairtrade Town im Café Bohnenheld. Das bietet als bisher einziger St. Georgener Gastronomiebetrieb fair gehandelte Lebensmittel an. Von links: Andrea Lauble, Mia Färber, Amelie Conzelmann, Michaela Conzelmann, Moritz Rieckmann, Martin Eberenz und Irmgard Lupfer. Bild: Renate Bökenkamp

Einen neuen „Fairführer“ soll es ab dem 13. November beim Eine-Welt-Abend in der Stadthalle St. Georgen geben. An diesem Tag treffen sich auch Schülerinnen und Schüler im Thomas-Strittmatter-Gymnasiums (TSG), um schulübergreifend ein entsprechendes Netzwerk zu knüpfen. Die Fairtrade-AG „Welt fair ändern“ im TSG mit Michaela Conzelmann wurde unlängst für ihre Aktionen ausgezeichnet.

Im neuen Fairtrade-Flyer sind alle Einrichtungen aufgelistet, die in der Bergstadt fair gehandelte Lebensmittel und Waren anbieten. Neu dabei ist das Wanderheim „Lindenbüble“ des Schwarzwaldvereins mit Kaffeeaus-schank aus fairen Einkauf.

Das Café Bohnenheld ist bisher der einzige gastronomische Betrieb der Stadt mit fair gehandelten Lebensmitteln. „Wir werden“, so Andrea Lauble, „auf die Gastronomen zugehen“. Das Vorhaben wurde von den Teilnehmern mit einem Gläschen fairen Sekt aus Südafrika besiegelt.