Obi Jenne ist es anzumerken, dass die Soul-Musik eine seiner großen Lieblingsmusikrichtungen ist. Beim Konzert mit den Soul Diamonds im Forum am Bahnhof (FAB) erlebten über 100 Gäste ein fantastisches Konzert im Rahmen der Bergstadtsommer-Reihe. Als musikalischer Leiter kann der in Heidelberg geborene Obi Jenne auf ein vielfältiges Team an hochbegabten Musikern zugreifen. Vor einem überaus quirligen und tanzenden Publikum laufen die Soul Diamonds früh zu einer spektakulären Hochform auf. Damit verbunden sind auch Momente, die Gänsehaut verursachen. Die Jugend der Zuhörer beginnt irgendwo zwischen den dreißiger und vierziger Jahren.

Das Schlagzeug ist bei Obi Jenne in besten Händen. Bei jedem Takt und Break wird das hör- und sichtbar. Jenne scheint mit dem Schlagzeug verwachsen zu sein. Allein sein Gesichtsausdruck wechselt das Aussehen mit jedem Takt.

Obi Jenne spielt wie in Trance das Schlagzeug. Seine präzisen Breaks und quirligen Läufe über die Trommeln begeistern das Publikum. Bild: Werner Müller
Obi Jenne spielt wie in Trance das Schlagzeug. Seine präzisen Breaks und quirligen Läufe über die Trommeln begeistern das Publikum. | Bild: Werner Mueller

Gut die Hälfte der Stücke war dem legendären Stevie Wonder gewidmet. Die stark betonten Titel hinterlassen beim Publikum mehr als einen kurzzeitig wirkenden Impuls. Sänger Charles Simmons ist bekannt aus der ersten Staffel der Casting-Sendung „The Voice of Germany„, wo er den zweiten Platz erreichte. Bei Obi Jenne ist er die große Soul-Stimme.

Charles Simmons zeigt sich als versierter Sänger und Unterhalter. Ihm gelingt es auf Anhieb das Publikum mitzunehmen und Begeisterung zu verbreiten. Bild: Werner Müller
Charles Simmons zeigt sich als versierter Sänger und Unterhalter. Ihm gelingt es auf Anhieb das Publikum mitzunehmen und Begeisterung zu verbreiten. | Bild: Werner Mueller

Mit Dany Labana steht ein promovierter kubanischer Gitarrist in den Reihen der Band. Unter seinen Händen werden die Titel von Stevie Wonder zum Kunstwerk. Dass er zudem ein begnadeter Sänger ist, stellt er mehrfach unter Beweis.

Kubanisches Flair verbreitet Gitarrist Dany Labana, der mit überzeugender Stimme vors Publikum tritt. Bild: Werner Müller
Kubanisches Flair verbreitet Gitarrist Dany Labana, der mit überzeugender Stimme vors Publikum tritt. | Bild: Werner Mueller

Keyboarder Robert Kesternich ist die Spielfreude sichtlich anzumerken. Sein Spiel wird mit zunehmender Dauer immer fantastischer. Wie er die Tasten seiner Instrumente bearbeitet, um noch letzte Feinheiten an Akkorden herauszuholen, spricht Bände. Am Bass hat Alexander Merzkirch das Sagen. Seine Fingerläufe sind ein Augenschmaus und geben den Soul Diamonds musikalische Tiefe. Als ein versierter Künstler am Saxophon stellte sich Klaus Graf dem Publikum vor. Sein brillantes Spiel ließ große Professionalität erkennen.

Klaus Graf, von Beruf Professor für Jazzsaxophon, ist ein begnadeter Künstler an seinem Instrument. Was er an Tönen entlockt, ist nicht täglich zu hören. Im Hintergrund Bassist Alexander Merzkirch. Bild: Werner Müller
Klaus Graf, von Beruf Professor für Jazzsaxophon, ist ein begnadeter Künstler an seinem Instrument. Was er an Tönen entlockt, ist nicht täglich zu hören. Im Hintergrund Bassist Alexander Merzkirch. | Bild: Werner Mueller

Einer der Höhepunkte war eine Homage an „Sir Duke Ellington„, die aus der Feder von Stevie Wonder stammt.