Er erweckt Fantasygestalten zum Leben und sprengt, wenn es sein muss, auch schon mal die Golden-Gate-Brücke in San Francisco in die Luft. Und das alles am Computer. Steffen Hacker ist einer der gefragtesten Profis für visuelle Effekte in der Werbefilmindustrie. Bei den Bergstadtgeschichten gibt er einen Einblick in seine trickreiche Arbeit. Die Zuschauer dürfen ihren Augen nicht trauen.

Schon als Kind war Steffen Hacker im Kino bei Filmen wie Star Wars oder E.T. mehr an den Filmtricks als an der eigentlichen Handlung interessiert. Zuhause im Kinderzimmer spielte Hacker nicht einfach mit Legos. Er erschuf Hintergrundlandschaften und Szenerien für seine Masters-of-the-Universe-Figuren und seine Spielzeugeisenbahn. Den endgültigen Kick versetzte ihm ein Besuch in den Bavaria-Filmstudios in München. Von da an stand für ihn fest: "Ein Beruf beim Film muss es sein."

Bis es soweit war, vertiefte Steffen Hacker sein Hobby. Am Thomas-Strittmatter-Gymnasium filmte er jede Schulaufführung und versah diese mit Spezialeffekten mit den damaligen Möglichkeiten. Nach dem Zivildienst bewarb sich Steffen bei der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. "Mein Bewerbungsfilm war ein Kurzfilm über einen animierten Schneemann, der an Heiligabend zum Leben erwacht", erinnert sich der Werbefilmmacher. Der Film überzeugte, er bekam den Platz an der Filmakademie.

Steffen Hacker am Arbeitsplatz im Studio in Stuttgart, wo er als Werbefilmregisseur arbeitet. Hier entstehen die aufwändigen Filmtricks.<sup></sup><em>Bild: Roland Sprich</em>
Steffen Hacker am Arbeitsplatz im Studio in Stuttgart, wo er als Werbefilmregisseur arbeitet. Hier entstehen die aufwändigen Filmtricks.Bild: Roland Sprich

So klar, wie sein Berufswunsch bereits von Kindesbeinen an feststand, so unvorhergesehen passierte etwas, mit dem Steffen Hacker niemals gerechnet hätte. "Ich habe eigentlich gedacht, dass ich als Künstler für visuelle Effekte für andere Regisseure arbeite." Um ein letztes Mal seine Kreativität nach eigenen Vorstellungen ausleben zu können, produzierte Steffen mit Studienkollege Alexander Kiesl den vermeintlich letzten eigenen Film. Auf der Stuttgarter Flughafen dreht er eine Verfolgungszene mit dem Komikerduo Badesalz. Und reicht den Film aus einer Laune heraus bei einem Festival in Cannes ein. "Damit haben wir prompt den Young Directors Award gewonnen und wurde quasi über Nacht als aufstrebende Regisseure gehandelt. Und dabei wollten wir doch nur spielen", sagt der Filmemacher. Das war 2005.

Heute ist die Spezialität von Steffen Hacker, reale Landschaften mit computeranimierten Figuren zu kombinieren. Und weil die passenden Landschaften meist nicht vor der Haustüre zu finden sind, reist der Werbefilmregisseur in der ganzen Welt herum. Auf fast allen Kontinenten hat er schon gedreht. Und inzwischen landen auch Drehbücher aus Hollywood auf dem Schreibtisch des 37-Jährigen. Und vielleicht stammen schon bald die Tricks aus einem Hollywoodfilm von dem St. Georgener Filmemacher.

Tickets zu gewinnen

Für die Show am 18. März um 19 Uhr verlost der SÜDKURIER zweimal zwei Eintrittskarten. Und so können Sie gewinnen: Rufen Sie bis Montag, 20. Februar, 15 Uhr die Gewinnhotline mit der Nummer 01379/ 370500-80 an. Nennen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer und das Stichwort Bergstadtgeschichten. Ein Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 50 Cent, Mobilfunkpreise abweichend. Die Gewinner werden benachrichtigt. Reguläre Karten für die Shows am Samstag, 18. März, um 19 Uhr sowie am Sonntag, 19. März, um 11 und um 16 Uhr, gibt es im Rathaus zu kaufen. (spr)