Bei den Bergstadtgeschichten am kommenden Wochenende, 18. und 19. März, in der Stadthalle, geht es auch musikalisch zu. Eine der Geschichten der in Zusammenarbeit mit dem SÜDKURIER entwickelten Multimediashow erzählt Produzent Reiner Jörger über den langjährigen Stadtmusikdirektor der St. Georgener Stadtmusik, Jürgen Frommherz.

Wenn Jürgen Frommherz bald in den Ruhestand geht, hat er bei der Stadtmusik in St. Georgen 30 Jahre lang den Takt angegeben. So lange wie kein anderer Dirigent in der über 140-jährigen Geschichte der Stadtmusik. In dieser Zeit formte er die Musiker zu einem vielseitigen Klangkörper, der in der konzertanten Blasmusik ebenso zuhause ist wie in der leichten Unterhaltungsmusik. Dass es einmal 30 Jahre werden würden, hat Jürgen Frommherz nicht geglaubt, als er 1987 den Dirigentenstab von seinem Vorgänger Wolfgang Petzold übernahm. "Ich dachte, das machst jetzt mal paar Jahre", erinnert sich Frommherz, der Anfang der 1970er Jahre als Trompetenlehrer an die Jugendmusikschule kam. Doch die Arbeit im Orchester machte ihm Spaß. Und er blieb.

Musik spielte im Leben von Jürgen Frommherz schon immer eine besondere Rolle. "Ich wollte immer Musiker werden, etwas anderes kam für mich nie in Frage", sagt er. Bei den Bergstadtgeschichten erfahren die Besucher unter anderem, wie ihn seine Eltern musikalisch prägten. Und welche Ereignisse er mit Musik in Verbindung bringt. "Musik muss Emotionen wecken", ist seit jeher sein Credo. Die Blasmusik ist aber nur die eine Seite des Jürgen Frommherz. Im eigenen Studio außerhalb von Freiburg produziert er Ton- und Videoaufnahmen für eine Vielzahl von Künstlern unterschiedlicher Genres von Klassik bis Pop. Zwei Jahrzehnte war er zudem Musikredakteur beim Südwest- und später beim Südwestrundfunk (SWR).

Ein Markenzeichen, das Jürgen Frommherz in den vergangenen 30 Jahren neben der Musik in St. Georgen hinterlassen hat, ist das Reisen. Nie zuvor war die Stadtmusik so häufig auf Konzertreisen wie mit ihm. Besonders im Gedächtnis werden den Musikern Reisen nach Irland, in die finnische Partnerstadt Vesilahti und ins spanische Museros bleiben. Ebenso wie eine 14-tägige Reise in die USA 1994. Nicht zuletzt weilte die Stadtmusik in den vergangenen Jahren mehrfach in Paris, um als einzige deutsche Blaskapelle an den Feierlichkeiten zur Weinernte des Anbaugebietes am Montmartre teilzunehmen. Eine große Ehre, die für die Beliebtheit und das musikalische Können der Stadtmusik spricht.

Bei den Bergstadtgeschichten werden die Besucher eine musikalische Seite von Frommherz zu sehen bekommen, die er zumindest in St. Georgen, noch nicht so häufig auslebte. Dabei wird er von seinen beiden Töchtern Aline und Estelle und natürlich von "seiner" Stadtmusik unterstützt.

Tickets zu gewinnen

Für die Show am 19. März um 16 Uhr verlost der SÜDKURIER zweimal zwei Eintrittskarten. Und so können Sie gewinnen: Rufen Sie bis Freitag, 17. März, 12 Uhr, die Gewinnhotline mit der Nummer 01379/370500-80 an. Nennen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer und das Stichwort Bergstadtgeschichten. Ein Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 50 Cent, Mobilfunkpreise abweichend. Die Gewinner werden benachrichtigt. Reguläre Karten für die Shows am Samstag, 18. März, um 19 Uhr sowie am Sonntag, 19. März, um 11 und um 16 Uhr, gibt es im Rathaus zu kaufen. (spr)