Herr Jörger, sechs Jahre haben Sie die Bürger der Stadt St. Georgen mit ihren Bergstadtgeschichten erfreut. Warum hören Sie jetzt auf?

Sechs Jahre ist eine lange Zeit. Ich habe verschiedene andere Angebote bekommen, die ich gerne verwirklichen möchte. Und ich denke, es ist am Schönsten, aufzuhören, solange es die Leute bedauern. Es war eine schöne Zeit.

Was bleibt nach dieser Zeit besonders in Erinnerung? Gibt es lustige Erinnerungen an die Dreharbeiten?

Was mir sehr positiv in Erinnerung bleiben wird ist der enorme Zusammenhalt untereinander. Und das Engagement. Ich musste nie jemand lange überreden, mitzumachen. Die Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt ist sehr groß. Das spürt man einfach. Dabei war ich mir im ersten Jahr nicht sicher, ob ich überhaupt eine Show zusammenbekomme. Was mir auch in guter Erinnerung bleibt sind die Kindernachrichten. Das war ein Dauerbrenner und hat mir extrem viel Spaß gemacht.

Was bedeuten sechs Jahre Bergstadtgeschichten in Zahlen?

Das bedeutet sechs Aufführungen mit insgesamt 18 ausverkauften Shows. Das heißt auch, zwischen 700 und 800 Protagonisten, die auf der Bühne und auf der Leinwand unterwegs waren. Und das heißt 9000 Zuschauer. Das ist eine ganz beachtliche Zahl. Die technische Seite ist, dass ich über die Jahre etwa 60 Filme á fünf Minuten produziert habe. Das sind 300 Minuten fertiges Filmmaterial und ein 30-Faches an produziertem Material. Ich gehe davon aus, dass ich locker rund fünf bis sechs Terrabyte Datenmaterial habe.

Worin unterscheiden sich Bergstadtgeschichten von den übrigen Produktionen, die Sie in anderen Städten machen?

Was in St. Georgen ein Phänomen ist: dass die Karten so schnell im Vorverkauf weggehen.

Sie haben mit Ihrer speziellen Sichtweise und den hochprofessionell produzierten Beiträgen Eindruck bei den Bürgerinnen und Bürgern hinterlassen. Spüren Sie das?

Ja, auf jeden Fall. Wenn ich in St. Georgen unterwegs bin, werde ich von vielen Leuten auf der Straße angesprochen.

Auch wenn das nun die letzten Bergstadtgeschichten werden: Ganz verabschieden werden Sie sich nicht aus St. Georgen. Auf was dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger denn in Zukunft freuen?

Ich werde im Oktober 2018 mit der Produktion „Abenteuer Ferienland 2“ wieder nach St. Georgen kommen.

Fragen: Roland Sprich