Schon mehrere Tage zuvor begannen die Vorbereitungen in der Stadthalle. „Wir sind die ganze Woche vor den Bergstadtgeschichten damit beschäftigt, die Halle zu richten“, sagte Michael Mündel, Hausmeister der Stadt. Die knapp 500 Stühle mussten in der Stadthalle aufgestellt und nummeriert werden. Außerdem musste die Technik für die Mischung aus Multimedia- und Bühnenshow vorbereitet werden. „Unser gesamter Vorrat an Kabeln wird dafür eingesetzt“, berichtete Mündel. Vorab werde natürlich getestet, ob auch alles funktioniert und jede Lampe genug Licht spende.

Nach sechs Jahren Bergstadtgeschichten spielte die Erfahrung aber auch bei der Technik mit. „Mittlerweile wissen wir, worauf wir achten müssen und was besonders wichtig oder heikel ist.“ Die Veranstaltung selbst sei für ihn dann sogar ruhiger. „Aufgeregt bin ich eigentlich nicht mehr. Kaputt gehen kann zwar immer etwas, aber das bekommen wir meistens schnell in den Griff", so Mündel. Bei den Vorstellungen waren seine Kollegen bei der Technik gefordert. Die Männer der Stadtverwaltung regelten Licht, Ton und sorgten dafür, dass in den richtigen Momenten der Vorhang auf oder zu geht.

Helfer der Stadtverwaltung fanden sich auch an der Tageskasse am Eingang. Stephanie Kopp und Yvonne Dhenin verkauften die letzten Eintrittskarten und bewahrten die Karten der Gewinner der SÜDKURIER-Verlosung auf. „Wir sind beide Tage hier im Einsatz und haben für jede Vorstellung noch ein paar Restkarten für spontane Besucher“, sagte Dhenin.

Auch die Mannschaft des FV/DJK St. Georgen war wieder mit vielen fleißigen Helfern im Einsatz. Am Eingang empfiengen sie die Besucher an der Garderobe, um ihnen die Jacken abzunehmen und sicher aufzubewahren. Gleich nebenan warteten die nächsten Mitglieder des Vereins mit der richtigen Ausstattung für die Show.

Niklas König und Niklas Hofmann versorgten das Publikum am Premierenabend mit Getränken und kleinen Snacks. Die belegten Brötchen schmierten die zwei Fußballer allerdings nicht selbst. „Die hat alle unser Trainer gemacht“, sagte Niklas König und lacht. Trainer Udo Jung stand gegenüber im zweiten Stand. „50 Brötchen habe ich mit tatkräftiger Unterstützung von meiner Tochter belegt“, berichtete der Trainer.

Von den Vorstellung selbst bekommen sie auch immer ein bisschen mit. „Dadurch, dass ich bei drei Vorstellungen hier bin, bekomme ich immer irgendetwas anderes mit“, sagte Jung. Am Ende habe er dann irgendwie alles gesehen, nur nicht am Stück.


Bergstadtgeschichten

Zu den letzten Bergstadtgeschichten kamen 1300 Besucher in die Stadthalle. Über 100 Menschen wirkten vor und hinter der Bühne an den beiden Veranstaltungstagen mit. Die Show dauerte rund zweieinhalb Stunden und beinhaltete sieben Filmbeiträge aus St. Georgen, die Produzent Rainer Jörger in langer Vorbereitung drehte. Die Filmbeiträge wurden umrahmt von Liveauftritten der jeweiligen Darsteller.