Kaum eine Entscheidung dürfte für Jugendliche so zukunftsweisend sein wie die Wahl des Ausbildungsberufes. Immerhin werden damit die Weichen für die berufliche und auch die private Zukunft gestellt. Auf der Berufs- und Ausbildungsmesse BAM haben sich am Freitag hunderte Jugendliche in der Stadthalle über das Angebot an Ausbildungsberufen etlicher Unternehmen und Anbietern von Dienstleistungen informiert. Dabei stellten die Berufsanfänger auch konkrete Fragen.

Mehrere hundert Jugendliche informieren sich in der Stadthalle über das berufliche Angebot zahlreicher überwiegend aus St. Georgen stammender Unternehmen.
Mehrere hundert Jugendliche informieren sich in der Stadthalle über das berufliche Angebot zahlreicher überwiegend aus St. Georgen stammender Unternehmen. | Bild: Sprich, Roland

Kann man auch ohne deutschen Pass Polizist werden? Was macht ein Zimmerer genau? Und wie läuft die Ausbildung eines Mechatronikers ab? Solche und weitere Fragen hatten die jungen Messebesucher parat. Das Angebot, direkt mit den Unternehmen ins Gespräch kommen und sich über Berufsbilder informieren, nahmen die Jugendlichen gerne in Anspruch. Häufig half dabei das Angebot der Unternehmen, die mit Spielen an den Stand lockten.

Handwerkliches Geschick dürfen die interessierten jungen Besucher der BAM am Stand der Firma Schwarzwälder unter Beweis stellen und ein zuvor angezeichnetes Holzstück absägen. Zimmerer-Azubi Peter Reutlinger unterstützt die Besucher dabei.
Handwerkliches Geschick dürfen die interessierten jungen Besucher der BAM am Stand der Firma Schwarzwälder unter Beweis stellen und ein zuvor angezeichnetes Holzstück absägen. Zimmerer-Azubi Peter Reutlinger unterstützt die Besucher dabei. | Bild: Sprich, Roland

Dabei war es hilfreich, sich bereits im Vorfeld Gedanken über seine Neigungen und Fähigkeiten gemacht zu haben. Schließlich ist es nicht leicht, aus dem Angebot an 390 Ausbildungsberufen von A wie Altenpfleger bis Z wie Zimmerer und aus Tausenden Studiengängen im besten Fall den Traumberuf herauszupicken.

Die Firma Sortimat, im Bild Lenka Sochor im Gespräch mit interessierten Besuchern, ist ebenfalls auf der BAM vertreten.
Die Firma Sortimat, im Bild Lenka Sochor im Gespräch mit interessierten Besuchern, ist ebenfalls auf der BAM vertreten. | Bild: Sprich, Roland

Dietmar Sink, Ausbildungsberater bei der Agentur für Arbeit und zuständig für St. Georgen, misst der BAM eine hohe Bedeutung zu. „Es ist gut, dass junge Menschen hier konkret erfahren können, welche Ausbildungsmöglichkeiten es in ihrer Stadt gibt.“ Die Stadt St. Georgen, die die Berufsmesse zum siebten Mal organisiert hat, möchte damit insbesondere die heimischen Unternehmen darin unterstützen, die Fachkräfte von übermorgen zu gewinnen.

Am Stand der Feintechnikschule Villingen-Schwenningen gibt Ausbildungsleiter Jürgen Kubas den jungen Besuchern ein kniffliges Rätsel auf.
Am Stand der Feintechnikschule Villingen-Schwenningen gibt Ausbildungsleiter Jürgen Kubas den jungen Besuchern ein kniffliges Rätsel auf. | Bild: Sprich, Roland

Dass je nach Ausbildungsberuf die Suche nach Auszubildenden nicht einfach ist, zumal auch die Berufsbilder sich immer spezielleren Anforderungen anpassen müssen, machte Werner Staiger, Ausbildungsleiter bei der Firma Mathias Bäuerle (MB) deutlich. „Wir suchen dringend Industriemechaniker.“ Aber auch für andere Berufe, im gewerblich-industriellen Bereich ebenso wie auf dem Dienstleistungssektor, werben die Firmen auf Messen wie der BAM um den beruflichen Nachwuchs.