Als Axel Heinzmann sich informierte, was alles notwendig ist, um eine neue Liste für die Gemeinderatswahl aufstellen zu können, war der anfängliche Tatendrang schnell verflogen. Zumindest für den Moment. Denn ein Anruf von seinem Bekannten Dirk Schmider brachte wieder Schwung in die Sache. Sie wollten unbedingt an der Tatsache etwas ändern, dass es in der Bergstadt bis dahin keine grüne Fraktion im Gemeinderat gab. Nur wenige Monate später sitzen alle drei für die Grüne Liste im St. Georgener Gemeinderat und wollen dort dafür sorgen, dass den Belangen der Natur in Zukunft mehr Gehör geschenkt wird.

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Die Herzensangelegenheiten des 51-Jährigen sind schnell umrissen: Naturschutz, Ökologie, Klimaschutz. Konkret will er sich insbesondere dafür einsetzen, dass kommunale Grünflächen nachhaltiger bewirtschaftet werden. Wiesen sollen wieder blühen und höher wachsen dürfen und dem Trend, alles kurz und klein zu schneiden, ein Ende gesetzt werden, so seine Vorstellung. „Viele Flächen werden heute nur deshalb gemäht, dass es gepflegt aussieht. Dafür braucht man aber keine Gärten und der Natur tut man damit auch keinen Gefallen.“

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Ein wahrer Albtraum sind für ihn Schottergärten, bestehend aus Schiefersteinen, Beton und vereinzelten Büschen. „Kaum jemand hat heute noch einen Naturgarten, in dem noch etwas Essbares wächst“, beklagt er. Das wachsende Bewusstsein der Bürger für die Auswirkungen ihres Handelns auf die Umwelt sieht er hingegen mit Freude. „Viele sind froh, dass jetzt mehr ökologische Themen in den Gemeinderat getragen werden. Da habe ich aber auch hohe Erwartungen an mich selbst für die kommenden fünf Jahre“, sagt er.

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Schon lange setzt sich der Medieninformatiker im Schwarzwaldverein als Naturwart für den Schutz von Tier und Pflanzen ein. Schließlich wurde er in St. Georgen geboren und hat fast sein ganzes Leben zwischen den Wipfeln der Tannen verbracht. Mit mehr Natur, so ist er überzeugt, kann auch die Stadt wieder attraktiver für Neubürger werden. Denn: „Das Schlimmste ist, wenn die Besucher über einen menschenleeren Marktplatz gehen und rundherum alles leer steht.“

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