Es sei eine eher ungewöhnliche Kombination Gitarre und Klavier, sagt Sabine Porsch zu Beginn des Kammermusikabends im Ökumenischen Gemeindezentrum (ÖKU) auf der Seebauernhöhe. An die 50 Zuhörer fanden sich ein, um der Musik von Peter Woelke und Ute Haas-Woelke zu lauschen. Als Musikpädagogen genießen beide Musiker einen hervorragenden Ruf. Ute Haas-Woelke lehrt an der Musikschule in Schramberg. Dort unterrichtet sie Querflöte und Klavier. Mit viel Einsatz begeistert die Musiklehrerin Schüler für die Musik. Weiterhin tritt Ute Haas-Woelke als Chorleiterin der katholischen Kirchenchöre in Lauterbach und Tennenbronn in Erscheinung.

Peter Woelke wurde an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen ausgebildet. Später schloss er die musikalische Weiterbildung bei namhaften Professoren und der Diplomprüfung mit Auszeichnung ab. Als erfolgreicher Gitarrenpädagoge ist er im süddeutschen Raum gefragt und wirkt an der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen. Sein profundes Wissen, seine künstlerische Meinung und Erfahrung sind in vielen nationalen und internationalen Wettbewerben wie "Jugend musiziert" geschätzt.

Es lag nahe, dass Peter Woelke dem Publikum eine Einführung in die Entstehung der Gitarre gab. So wies er auf die italienische Herkunft hin. Das Instrument wurde zuerst viersaitig ausgeführt und päter auf fünf Saiten erweitert. Heute weise die Gitarre sechs Saiten auf, so Woelke. Der Deutsche Jacob August Otto beschrieb im 1828 erschienen Buch das Instrument und baute selbst Gitarren.

Das Künstlerehepaar verstand es, mit Musik der Wiener Klassik, der Romantik und Moderne den musikalischen Bogen zu spannen. Dass Klavier und Gitarre zum Kunstgenuss werden, war vor allem der exzellenten Spielweise des Ehepaars zu verdanken. Gespielt wurden Werke von Ferdinando Carulli, Carl Maria von Weber oder Gerald Schwertberger. Mit der Zugabe spanischer Rhythmik und einem Bolero lies das begeisterte Publikum das Ehepaar zum Ende kommen.