St. Georgen (spr) In Erinnerungen schwelgen, sich an antiquierter Technik erfreuen oder einfach wieder einmal alte Lieder hören konnten die Besucher beim Tanzabend im Phonomuseum. Gut, zum Tanzen kamen die wenigsten Besucher. Diese waren umso mehr an den alten Plattenspielern und Grammophonen interessiert.

Wie es damals klang, wenn Musik von Schall- oder Schellackplatten abgespielt wurde oder aus den Musikboxen drang, das demonstrierten Jürgen Weißer und Siegbert Hils vom Phonomuseum. Abwechselnd erklang Musik von den kleinen schwarzen Scheiben, die sich auf einem Dual-Plattenspieler drehten. Oder vom Grammophon, das gut 100 Jahre auf dem Buckel hat und bei dem erst das Federwerk aufgezogen werden musste, ehe, kratzig und knarzig und mit dumpfem Klang, Bella Donna erklang. Dass dabei das Grammophon Mühe hatte, sich im Geräuschpegel Gehör zu verschaffen, lag am fehlenden Verstärker. "Früher war die Welt offensichtlich leiser", konstatierte Siegbert Hils.

Extra aus Bad Dürrheim angereist sind Josephine Netzel und Margot Hassmann. "Ich bin von den Musikboxen begeistert, das war meine Jugend", erinnert sich Margot Hassmann, während Josephine Netzel eine Buchstaben-Zahlenkombination eingibt und kurz darauf ein Beatles-Klassiker erklingt. Fasziniert schauen sie in die Musikbox.