Zu den ersten morgendlichen Badegästen am Klosterweiher zählen derzeit zehn Kinder zwischen fünf und 13 Jahren, die beim Ortsverein der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in einem Intensivkurs Schwimmen lernen.

Ein Schwimmkurs am, beziehungsweise im Klosterweiher ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Einerseits, weil die Schwimmkurse seit dem Bau des Hallenbades vor mehr als 40 Jahren dort stattfinden, andererseits, weil der Kurs am Klosterweiher für die DLRG-Mitglieder mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden ist. „Wir haben sehr viel mehr Personal im Einsatz, um in dem naturtrüben Wasser jederzeit alle Kinder im Blick zu haben“, erzählt Angela Racke, technische Leiterin und zuständig für die Ausbildung.

Bevor die Kinder ins Wasser dürfen, gibt es an Land einige Trockenübungen, bei denen die Schwimmbewegungen geübt werden. Danach geht es ins Wasser. Zwar ist der Klosterweiher mit rund 23 Grad derzeit angenehm temperiert, dennoch schlüpfen einige Kinder lieber in einen Schutzanzug, der den Aufenthalt im Wasser noch etwas angenehmer macht.

Unter den Teilnehmern sind auch vier Flüchtlingskinder, deren Kurs durch eine private Initiative finanziert wird. Einer der Schwimmlehrer ist Sven Konopke. Allerdings nicht in seiner Funktion als Schwimmmeister, sondern in seiner Eigenschaft als DLRG-Mitglied, der das Team an seinem eigentlich freien Tag unterstützt.

Ziel des zwölftägigen Kurses ist es, so Angela Racke, „dass die Kinder das Seepferdchenabzeichen schaffen. Das bedeutet 25 Meter Schwimmen und einen Ring vom Boden im Nichtschwimmerbereich aufzuheben.“ Wie die Ausbilderin weiter sagt, sei Ziel des Kultusministeriums, dass Kinder am Ende der Grundschulzeit sichere Schwimmer seien. Dieses Ziel werde derzeit von höchstens der Hälfte der Kinder erreicht. Sie appelliert daher, dass Eltern Sorge tragen, dass ihre Kinder rechtzeitig schwimmen lernen. In St.Georgen bietet das DLRG regelmäßig Kurse an. „Allerdings sind wir bereits für 2019 komplett ausgebucht.“