Aufklärung und der sensible Umgang mit der Krankheit Depression ist das Anliegen des St. Georgeners Andy Feind. Am Mittwoch, 21. März, will er im Rahmen der Gesundheitswoche gemeinsam mit Stefan Plaaß und Christian Szeglat in einem Vortrag Betroffene und nicht Betroffene über die Erkrankung informieren und Wege aus der Depression aufzeigen. Dabei liest er aus seinem Buch, das er über Depressionen geschrieben hat.

Damit feiert Feind eine doppelte Premiere. Das Buch „Gedankengewitter“ ist sein Erstlingswerk. Zudem hält er seinen ersten Vortrag. „Zum einen freue ich mich natürlich, dass ich bei der Gesundheitswoche eine Plattform bekomme. Aber es ist auch schwer, den ersten Vortrag in meiner Heimatstadt zu halten, wo ich doch viele Menschen kenne. Aber ich vertraue auf das St. Georgener Publikum“, sagt der Autor, dessen Name ein Pseudonym ist. Der 33-Jährige erkrankte vor einigen Jahren an Depressionen, ausgelöst durch einen privaten Schicksalsschlag. Das Buch zu schreiben, das er 2008 begonnen und nach längerer Unterbrechung aufgrund einer „schlechten Phase“ erst 2016 fortgesetzt und 2017 beendet hat, war für ihn auch eine Art Selbsttherapie.

In seinem Vortrag möchte Andy Feind unter anderem erläutern, wo für ihn der Punkt war, zu erkennen, dass er jetzt etwas unternehmen müsse und wie es ihm in der Klinik ergangen ist. Prinzipiell dürfen die Besucher alles fragen. "Ich versuche auf alles eine Antwort zu geben.“ Wie der Autor betont, soll der Vortrag auch für Zuhörer sein, die nicht selbst von der Krankheit betroffen sind. Vielleicht kennen diese jemanden im Freundeskreis, der die Krankheit hat, und bekommen an diesem Abend Anregungen für den Umgang mit den Betroffenen.

Unterstützt wird Andy Feind von Stefan Plaaß aus St. Georgen, der ebenfalls offen über seine Krankheit spricht und eine Selbsthilfegruppe vorstellen wird, und Christian Szeglat aus Furtwangen, der unter anderem die meditative Praxis der Achtsamkeit unterrichtet.

„Wege aus der Depression“ am Mittwoch, 21. März, beginnt um 19.30 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus. Der Eintritt ist frei.