Vielfalt statt Einfalt, buntes Miteinander statt starrem Schwarz-Weiß-Denken, fairer Umgang statt feigem Mobbing – dafür setzt sich die Realschule St. Georgen ein und darf sich deshalb nun "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" nennen. Ein Schild mit identischer Inschrift und eine Urkunde, die die Auszeichnung belegt, wurde der Schule gestern vom Landeskoordinator des Vereins Courage, Stephan Reichstein, übergeben.

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Schüler sollen richtigen Umgang mit Problemen lernen

Zuvor hatte sich eine Projektgruppe, bestehend aus Schülern der achten Klasse und ihren Projektlehrern Julian Lelle und Markus Brugger, intensiv mit Themen wie Rassismus und Diskriminierung auseinandergesetzt. In einer Projektwoche erarbeiteten die beiden Lehrer mit ihren engagierten Schützlingen verschiedene Wege, um angemessen auf Anfeindungen zu reagieren. "Es ist uns wichtig, die Schüler auf den richtigen Weg zu bringen und ein Bewusstsein für solche Probleme zu schaffen", erklärte Markus Brugger. Julian Lelle ergänzte: "Sie sollen wissen, was ihnen auf ihrem Weg begegnen kann und wie sie damit umgehen sollten."

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Projektpate ist der SC Freiburg

83 Prozent aller, die in der Realschule tätig sind – von Schülern über Lehrer bis hin zum Hausmeister – hatten sich per Unterschrift zu den Zielen "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" bekannt und sich dazu verpflichtet, Haltung zu zeigen, wenn es darauf ankommt. Als Projektpaten konnte die Schule den SC Freiburg gewinnen, den die Achtklässler zu diesem Anlass am Freitag gemeinsam mit ihren Lehrern besuchen.

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Realschule ist 223. baden-württembergisches Mitglied im Netzwerk

Patrick Morath, stellvertretender Leiter der Realschule, ist stolz auf die Einstellung seiner Schüler. "Dass ihr euch so einsetzt, zeugt von Reife und beweist, dass ihr über den Tellerrand hinausschaut", lobte er das Engagement der Projektgruppe. Und auch Stephan Reichstein freute sich darüber, die Realschule als 223. baden-württembergisches Mitglied in das bundesweite Netzwerk aufnehmen zu können. "Ihr sollt euch jetzt, in eurer Jugend, zu ganz individuellen Persönlichkeiten entwickeln", erklärte er den Schülern. "Wichtig ist nur, dass ihr anderen Menschen dabei nicht auf die Füße tretet."