Winterliche Wetterverhältnisse schrecken die Achtklässler der Robert-Gerwig-Schule am Donnerstag nicht ab. Mit Klassenlehrerin Silke Schwinghammer und Rektor Jörg Westermann versuchten sie im Rahmen des Projektes Bau-Challenge den höchstmöglichen Turm zu bauen.

Jörg Westermann,Rektor der Robert-Gerwig-Schule, und die Klassenlehrerin der 8a, Silke Schwinghammer, sind stolz, an der Bau-Challenge teilzunehmen. <sup></sup><em>Bilder: Nicole Esposito</em>
Jörg Westermann,Rektor der Robert-Gerwig-Schule, und die Klassenlehrerin der 8a, Silke Schwinghammer, sind stolz, an der Bau-Challenge teilzunehmen. Bilder: Nicole Esposito | Bild: Nicole Esposito

Auf dem zu diesem Zweck teilweise abgesperrten Festplatz gingen sie an ihre punkteträchtige Mission. Die Feuerwehr half mit. "Mit welchen Materialen der Turm gebaut wird, ist völlig egal", erklärte Klassenlehrerin Silke Schwinghammer. Die Idee, den Turm aus PET-Getränkekisten zu bauen, hatten die Achtklässler selbst. Am Boden entstanden rund 1,80 Meter hohe Module, die mithilfe der Drehleiter der Feuerwehr übereinander gestapelt wurden. Ein Schüler und ein Feuerwehrmann haben die Module vom Drehleiterkorb aus aufgesetzt. Mit Führungsseilen konnten Schüler am Boden die korrekte Ausrichtung der Module steuern.

David Ehrhard und Christian Cotet wollen bei der Bau-Challenge gewinnen und packen bei den Arbeiten fleißig an.
David Ehrhard und Christian Cotet wollen bei der Bau-Challenge gewinnen und packen bei den Arbeiten fleißig an. | Bild: Nicole Esposito

Für die einzelnen Module wurden jeweils fünf Kisten auf den vier Ecken einer Palette aufeinander gesetzt, eine weitere Palette bildete das Dach des Moduls. Mit Dachlatten wurden die Paletten diagonal verschraubt. Spanngurte, Kabelbinder, Unterlegmaterial und Holzbretter wurden zur Stabilisierung zudem genutzt. Geplant war mit rund 350 Kisten und 30 Paletten einen 30 Meter hohen Turm zu bauen. Bei etwa 15 Meter geriet der Aufbau an seine Grenzen. Zum Glück hatte die Klassenlehrerin jede Etappe mit der Kamera festgehalten. Bis in den späten Nachmittag war das Team dann mit dem Aufräumen beschäftigt.

"Anfangs war es ein bisschen problematisch, jemanden zu finden, der die leeren Wasserkästen zur Verfügung stellt", so die Klassenlehrerin. Schließlich machte die Firma Hornberger Lebensquell mit. Paletten stellte auch Kraftverkehr Müller in St. Georgen bereit.

So funktioniert der Wettbewerb

  • Punkte: Die Bau-Challenge ist ein Wettbewerb der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, der Bauberufe auf spielerische und kreative Weise für junge Leute interessant machen soll. Bis zum 31. Januar können alle angemeldeten Klassen Punkte sammeln. Die meisten Punkte können bei sogenannten Missionen ergattert werden.
  • Missionen: Bei den Missionen handelt es sich um kreative, technische oder organisatorische Aufgaben, die gemeinsam in der Klasse gelöst werden müssen. Als Nachweis dient ein Foto, das der Lehrer auf der Webseite der Bau-Challenge hochladen muss. Sind alle Kriterien erfüllt, bekommt die Klasse die Punkte auf dem Klassenkonto gutgeschrieben. Je nach Mission können 50 bis 500 Punkte ergattert werden.
  • Votings: Zusätzlich können noch mehr Punkte gesammelt werden. Wenn Bildnachweise der Missionen vom Lehrer auf der Bau-Challenge-Seite zur Abstimmung (Voting) freigegeben werden, können bis zu 1000 Punkte für das Klassenkonto gesammelt werden: Jedes Voting bringt einen Punkt. Voten können nicht nur Schüler, sondern alle.
  • Belohnung: Insgesamt spielen 45 Schulen aus Baden-Württemberg mit ihren Klassen am Projekt teil. Die Klassen auf den ersten drei Plätzen gewinnen die Hauptpreise in Höhe von 1500, 1000 und 750 Euro. Alle anderen bekommen ein Überraschungspaket.