Hätte man alle 60 Sattelzüge stehend hintereinander gereiht, wäre die Transportkette über einen Kilometer lang gewesen. Das hätte zwar nicht ganz von Schonach bis zum Ziel in der Bergstadt gereicht, aber die Richtung für den Umzug des gesamten Lagers beim Handwerkzeughersteller Wiha war klar.

Das Unternehmen hat das Großprojekt „Verlagerung des Fertigwarenlager Schonach nach St. Georgen“ erfolgreich abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Regale, Waren, Paletten, Transport- und Lagerbehälter, Möbel und Arbeitsmaterial – einfach alles, was dazu nötig sei, eine komplexe Lager- und Logistikstruktur aufzubauen und erneut zum Leben zu erwecken, wurde in einem riesen Kraftakt von über 100 Helfern an insgesamt vier Tagen bewältigt.

Die Hintergründe der Verlagerungsaktion in die Industriestraße 29 in St. Georgen sind vielschichtig. Vor allem aber waren es jedoch zwei Hauptgründe, die die Unternehmensleitung zu dem lang geplanten Schritt veranlassten: Begrenzte Ressourcen von Platz und Fläche in Schonach und die Optimierung von fertigungstechnischen und logistischen Prozessen der Wiha Organisationsstruktur.

Voraussetzung für Wachstum

Im Zuge der weiteren Wachstumsprognosen der nächsten Jahre für Wiha wurden, so heißt es seitens des Werkzeugherstellers, mit der Verheiratung der beiden Logistikbereiche „Packerei“, die sich bereits seit 2016 am Standort St. Georgen befindet, und „Fertigwarenlager/Versand“ zum sogenannten „Logistic-Center-Europe“ in St. Georgen strategisch die richtigen Zukunftsweichen gestellt.

Jens Müller, Leiter Logistik und Werksleiter des Wiha Standorts St. Georgen, freut sich, dass das Umzugsprojekt erfolgreich abgeschlossen ist.
Jens Müller, Leiter Logistik und Werksleiter des Wiha Standorts St. Georgen, freut sich, dass das Umzugsprojekt erfolgreich abgeschlossen ist. | Bild: Wiha

Jens Müller, Leiter Logistik und Werksleiter des Wiha Standorts St. Georgen, ist stolz, erleichtert und dankbar: „Das, was unser Team an den vier Umzugstagen gestemmt hat, ist der reine Wahnsinn. Die in der Frühschicht leergeräumten Regale mussten abgebaut, palettiert, transportiert und dann in der Spätschicht in St. Georgen wieder aufgebaut werden, damit in der Frühschicht etikettiert, gebucht und wieder eingeräumt werden konnte.“

Platz wird optimal genutzt

Wilhelm Hahn, geschäftsführender Gesellschafter von Wiha, spricht dem gesamten Umzugsteam einen großen Dank aus: „Das, was jeder Einzelne während dieses Wochenendes geleistet hat, war eine enorme Leistung und keine Selbstverständlichkeit.“ Wiha könne durch den Umzug so weiter wachsen, sowohl mit mehr Platzkapazitäten in Schonach, die nun frei geworden sind, als auch mit einer optimalen und verbesserten Lager- und Logistik-Organisation in St. Georgen.

Jens Müller, Leiter Logistik und Werksleiter des Wiha-Standorts St. Georgen, freut sich, dass das fordernde Umzugsprojekt erfolgreich abgeschlossen ist.