Ob die Reparatur eines tropfenden Wasserhahns, der Austausch einer veralteten Ölheizung gegen einen Gasbrennwertkessel, die Installation einer Solaranlage oder die qualifizierte Beratung im Bereich regenerativer Energien – die Firma Heizung Sanitär Wagner in St. Georgen ist in allen Bereichen der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungstechnik der kompetente Partner. Und das seit genau 50 Jahren.

1970 machte sich Wolfgang Wagner mit seinem Handwerksbetrieb in St. Georgen selbstständig. Die Anfänge waren nicht einfach. „In den ersten sechs Monaten arbeitete ich alleine und hatte noch nicht mal ein Telefon“, erinnert sich der Firmengründer. Seine Kunden mussten immer persönlich vorbeikommen, um ihm einen Auftrag zu erteilen. Doch die Zuverlässigkeit und Qualität der ausgeführten Arbeiten sprachen sich schnell herum. Bald fuhren die Kunden sogar aus Villingen nach St. Georgen, um ihre Arbeiten im Bereich Heizung und Sanitär von Wolfgang Wagner ausführen zu lassen. Das erste Geschäft war in der Bühlstraße, Ecke Berliner Straße. 1982 zog die Firma an den heutigen Standort in der Jahnstraße.

Für neue Entwicklungen im Bereich Heizungs- und Lüftungstechnik und regenerative Energien war die Firma Wagner immer offen. „Wir haben 1977 die erste Solaranlage in St. Georgen installiert“, erinnert sich der Firmengründer. Allerdings sprang Wagner nicht auf jeden neuen Zug sofort auf. „Wir haben immer erst abgewartet, bis die ‚Kinderkrankheiten‘ neuer Technologien ausgemerzt waren.“

Im Laufe der Jahre wuchs der Betrieb stetig an. „Anfang der 1990-er Jahre hatten wir 20 Beschäftigte“, blickt Wolfgang Wagner zurück. Im Jubiläumsjahr sind es insgesamt zehn Beschäftigte. Zum Team gehört seit 1994 auch Tochter Marion. Sie hat von 1987 bis 1989 ihre Ausbildung zur Zentralheizungs- und Lüftungsbauerin absolviert und anschließend in Esslingen an der FH studiert mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Sie nennt auch einen möglichen Grund für den Erfolg des Handwerksbetriebs über ein halbes Jahrhundert. „Wir nehmen jeden noch so kleinen Kundenauftrag ernst. Und wir können sehr flexibel reagieren.“ Das heißt, dass Notfälle auch abends, am Wochenende und sogar an Feiertagen schnellstmöglich behoben werden. „Wir haben sogar an Weihnachten einen Notdienst“, sagt Marion Wagner. Dies schätzen insbesondere die Stammkunden, die der Firma Wagner teilweise über viele Jahre und Jahrzehnte die Treue halten.

Im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte hat sich der Aufgabenbereich im Heizungs- und Sanitärhandwerk stark gewandelt. „Früher gab es bei den Öl- und Gaskesseln wenig Elektrik und praktisch keine Elektronik an den Geräten. Heute braucht man schon gute Elektronik-Kenntnisse“, sagt Wolfgang Wagner. Das erschwert gleichzeitig die Suche nach Fachkräften. Dass es Fachkräfte im Heizungsbau und Sanitärbereich gibt, dazu hat Wolfgang Wagner immer seinen Teil beigesteuert und im Laufe der vergangenen 50 Jahre mehr als 30 Azubis ausgebildet. Einer von ihnen ist Martin Fichter. Er hat seine Ausbildung als Anlagenmechaniker für Heizung, Sanitär und Klimatechnik 2006 begonnen, 2016 die Meisterprüfung abgelegt und ist seit vergangenem Jahr gemeinsam mit Wolfgang und Marion Wagner Mitgesellschafter und – Geschäftsführer der Firma, die 2017 in eine GmbH umgewandelt wurde.

Den Schwerpunkt ihrer Firma sehen die drei Geschäftsführer in der Instandhaltung von Objekten. „Unsere Stärke ist ganz klar das Modernisierungsgeschäft“, sagt Marion Wagner. Vom Beheben eines gluckernden Heizkörpers über den Austausch einer alten Gas- oder Ölheizung bis zur Installation einer 1000 kW-Kesselanlage für einen Industriebetrieb steht die Firma Wagner mit fachkundiger Beratung und qualifizierter Ausführung dem Auftraggeber zur Seite. „Egal ob für privat, Industrie oder für die öffentliche Hand“, sagt Wolfgang Wagner. „Besonders nachgefragt sind regenerative Energien“, sagt Martin Fichter. Holzpellet, Solar und Brennwertkessel werden besonders nachgefragt. „Wir haben auch bereits eine Brennstoffzelle realisiert.“ Dank großzügiger Förderprogramme wird die Umstellung von Ölheizung auf eine Pelletanlage mit 45 Prozent bezuschusst.

Das erklärt, weshalb die Auftragsbücher derzeit voll sind und der Handwerksbetrieb von der Corona-Krise verschont blieb. Wenngleich Corona auch ihre Auswirkungen zeigte. Bis zum Ausbruch der Pandemie war Wolfgang Wagner noch stark im Tagesgeschäft aktiv. „Jetzt gehe ich es ruhiger an“, sagt der 79-Jährige. Und auch die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Firma Heizung Sanitär Wagner müssen wegen Corona vorerst auf Eis gelegt werden. „Aber das holen wir nach, wenn die Situation wieder besser ist“, sind sich die drei Geschäftsführer einig. (spr)

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