Neugierig, vielleicht auch etwas wehmütig, wird so mancher St. Georgener über den Sommer den Abriss des rosaroten Grässlin-Gebäudes verfolgt haben. Mittlerweile ist die Fläche frei für den geplanten Neubau der Firma Wahl, die bislang in Unterkirnach angesiedelt ist. Für die Fabrikhalle und den Verwaltungsbau hat der Gemeinderat der Bergstadt am Mittwoch nun endgültig das Einvernehmen erteilt.

Im Frühjahr soll mit dem Bau begonnen werden

Die Genehmigung galt nur noch als Formsache, ist doch die Freude im Rathaus groß über den prominenten Zuzug, die Arbeitsplätze und auch die Gewerbesteuereinnahmen. Im kommenden Frühjahr soll es Hagenmoos mit dem Bau losgehen, abhängig vom Schwarzwaldwetter.

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Wahl investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in eine neue Fabrikhalle und einen Verwaltungsbau mit drei Stockwerken, der später auch um ein viertes Geschoss erweitert werden könnte. „Sie sehen, dass das Gelände langfristiges Potenzial hat“, sagte Ansgar Heege, der technischer Direktor, der am Mittwoch zusammen mit Geschäftsführer Jörg Burger den Gemeinderäten nochmals die Pläne zeigte.

160 Meter langes Gebäude entlang der B 33

Wahl beschäftigt derzeit in Unterkirnach rund 250 Mitarbeiter, die künftig alle im neuen Werk beschäftigt werden sollen. Viele Mitarbeiter kommen auch aus St. Georgen, erklärte Jörg Burger. Entlang der B 33 wird ein etwa 160 Meter langes Fabrikgebäude mit begrüntem Dach, Grünstreifen und Fensterfront zur Straße hin entstehen. Etwa 10 000 Quadratmeter Fläche soll die Produktionshalle umfassen.

Diese Animation zeigt eine Vogelperspektive auf den Neubau der Firma Wahl im Hagenmoos. Vorne liegt die L 177, rechts geht es nach Königsfeld. An der B 33 wird die langgezogene Produktionshalle liegen. Der weiße Bau ist für die Verwaltung vorgesehen.
Diese Animation zeigt eine Vogelperspektive auf den Neubau der Firma Wahl im Hagenmoos. Vorne liegt die L 177, rechts geht es nach Königsfeld. An der B 33 wird die langgezogene Produktionshalle liegen. Der weiße Bau ist für die Verwaltung vorgesehen. | Bild: Stadt St. Georgen

Auf der Rückseite wird der dreigeschossige, weiße Verwaltungsbau mit 3500 Quadratmetern Fläche entstehen. Die restliche Fläche ist unter anderem für Parkplätze, Ausgleichsflächen und ein Regenrückhaltebecken vorgesehen.

Die Firmenvertreter zeigten sich froh, in unmittelbarer Nähe zum alten Standort einen neuen Platz gefunden zu haben. Zwei Jahre Bauzeit sollen wie geplant ausreichen. Durch die kleinen Verzögerungen in der Planungsphase soll der Einzug im zweiten Halbjahr 2022 erfolgen.

Entweder Photovoltaik oder ein grünes Dach

Von den Gemeinderäten kam uneingeschränkte Zustimmung. Nur Axel Heinzmann von der Grünen Liste wollte noch wissen, wieso die große Dachfläche nicht für eine Photovoltaik-Anlage genutzt werde. Dies sei durchaus eine wirtschaftliche Option, erklärte Ansgar Heege. Allerdings würde dies unabhängig vom Bau in Betracht gezogen. Stadtbaumeister Alexander Tröndle wies außerdem darauf hin, dass das Dach der Umwelt zuliebe ja schon begrünt werde und beides nun mal nicht möglich sei.

Des Weiteren wird der Hagenmoosbach am Firmengelände offen gelegt. Dies ist jedoch Aufgabe der Stadt, die hier der Natur weitere Flächen schafft.

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