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Es gibt sie wieder – die Aktion Weihnachtstüte für bedürftige Menschen. Nicola Schurr und Axel Killmann haben sich dafür wieder ins Zeug gelegt und insgesamt 55 freiwillige Helfer sowie Räume organisiert, um am 24. Dezember die prall gefüllten Einkaufstüten zwischen Blumberg und Schönwald verteilen zu können.

Was vor zwei Jahren aufgrund des Lockdowns und der Schließung von Tafelläden im Kreis aus der Not geboren worden war, hat mittlerweile ein Eigenleben bekommen.

„Wir haben jetzt schon 20 Familien, die sich bei uns angemeldet haben und eine solche Lebensmitteltüte brauchen“, erzählt Nicola Schurr auf Nachfrage. Wobei er sich gemeinsam mit Axel Killmann sicher ist, dass es auch wie im vergangenen Jahr schon letztendlich an die 100 Familien werden, die eine Bescherung erhalten werden.

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Zwei Kühlschränke und geeignete Räume hat Schurr derweil schon gefunden, zur Verfügung gestellt von einem Unternehmer, der aber namentlich nicht genannt werden will. „Das war wirklich großartig von ihm, da wir wirklich nicht wussten, wo wir die Lebensmittel lagern und verpacken sollen“, so Schurr.

Denn er erwartet in den kommenden drei Wochen wieder einen großen Zugang von Spenden für das Projekt. „Im letzten Jahr haben beispielsweise etliche Bauern aus dem Kreis ihre Produkte bei uns abgegeben, das war beeindruckend“, berichtet Schurr.

Wobei sich etwas geändert hat zu den Vorjahren. „Wir haben jetzt nur eine Telefonnummer, unter der man sich bei uns melden sollte. Wir bieten dann Termine unter der Woche, wo man dann etwas anliefern kann, bei Bedarf kommen wir auch selbst vorbei zur Abholung“, erläutert Axel Killmann. Damit mache man die Sammlung der Spenden etwas planbarer.

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Geldspenden ebenfalls willkommen

Auch finanzielle Spenden sind willkommen, hierfür hat die Stiftung Pro Kids ihr Spendenkonto zugänglich gemacht. Unter dem Stichwort „Weihnachtstüte“ kann hier eine Geldspende gemacht werden. „Davon erfüllen wir insbesondere individuelle Wünsche von Kindern“, so Nicola Schurr. Denn der überwiegende Teil der Familien, die beschert werden, sind erfahrungsgemäß alleinerziehende Mütter mit Kindern. „Da kann man dann schon Augen zum Leuchten bringen“, weiß Axel Killmann aus eigenem Erleben heraus.

Die Tüten selbst werden von den Organisatoren gefüllt mit allem, was eine Familie für einen ordentlichen Festtagsschmaus und darüber hinaus benötigt. Haltbare Lebensmittel wie Nudeln und Reis, Wurstkonserven, Konserven mit Gemüse oder auch Früchten, Fertiggerichten, Kaffee, Kekse, aber auch Süßigkeiten sind gewünschte Lebensmittelspenden.

„Frische Lebensmittel wie Fleisch und Gemüse kaufen und packen wir erst kurz vor dem Termin selbst ein, dazu kommen dann noch Gutscheine für die Erwachsenen, am besten von regionalen Betrieben, die man ebenfalls spenden kann“, erläutert Axel Killmann. Insbesondere Gutscheine von Buchhandlungen seien dabei sehr geschätzt. „Es gibt den Menschen, so ihre Rückmeldung, ein Gefühl, ebenfalls zu dieser Gesellschaft zu gehören und gesehen zu werden“.

Stand auf dem Weihnachtsmarkt

Einen Auftakttermin der Aktion Weihnachtstüte gibt es schon die kommenden Tage. „Das Citymanagement Villingen-Schwenningen hat uns angeboten, über die Wochenenden die Wechselhütten auf den Weihnachtsmärkten der Stadt zu belegen und für unsere Aktion zu werben“, so Nicola Schurr.

Und so gibt es am kommenden Wochenende 3. und 4. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt in Schwenningen und am 10. und 11. Dezember auf dem in Villingen Kinderpunsch, heißen Aperol und einen veganen Schwabendöner nebst allen Informationen zur Teilnahme an der großen Spendenaktion.

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