Wo einst grüne Tannenwälder lebten, sind heute nur noch kahle gerodete Felder zu sehen. Der schöne, wilde Brombeerstrauch vom vergangenen Jahr verkümmert jetzt unter Plastiksäcken und leeren Dosen. Die grün leuchtenden Blätter sind grau, bedeckt mit einer Schicht aus Abgasen und Staub.

Die Umwelt leidet unter den Menschen, besonders die wilde Natur. In Zeiten des Klimawandels braucht es Lösungen und Alternativen. Wie das auf regionale Ebene geschieht, zeigen drei Wandervereine Villingen-Schwenningens.

Die Wanderwege der Region werden von den Vereinen in Stand gehalten. Müll und Plastik wird Entsorgt.
Die Wanderwege der Region werden von den Vereinen in Stand gehalten. Müll und Plastik wird Entsorgt. | Bild: Carolin Joos

Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Villingen

Auf Wandertouren in Villingen und im Schwarzwald begibt sich der Schwarzwaldverein Villingen. Um die 400 Mitglieder sind Teil der Ortsgruppe. Die ehrenamtlichen Wegwarte kümmern sich zwei Mal jährlich um die 146 Kilometer Wanderwege, die der Verein umsorgt. Die Wanderwege sauber zu halten dient dem Erhalt der Wälder. Auch bei der Waldpflege und Müllsammlungsaktionen ist der Verein jedes Jahr zu sehen.

Thomas Schmidt, hier bei der Hauptversammlung im März 2022, ist Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Villingen.
Thomas Schmidt, hier bei der Hauptversammlung im März 2022, ist Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Villingen. | Bild: Roland Dürrhammer

Die Schwerpunkte des Vereins liegen nicht nur im Wandern, sondern auch im Umweltschutz und der Heimatpflege. Thomas Schmidt, 59, ist seit 2021 Vorsitzender. Für ihn ist es wichtig auch den Zug, Bus oder Fahrgemeinschaften zu nutzen. „Wir sind natürlich ein etwas kleinerer Verein, aber wir tun, was wir können. Wenn es irgendwo gemeinsam hingeht, dann ist das klar, dass die Autos aufgefüllt werden“, erklärt er.

Schwäbischer Albverein Villingen-Schwenningen

Den Ansatz gemeinsam im Auto zu fahren oder den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen verfolgt auch die Ortsgruppe Villingen-Schwenningen des Schwäbischen Albvereins. „Wir reisen vor allem im Ringzug. Durch gute Planung und Gruppentickets ist es nicht nur sehr einfach den Zug zu benutzen, sondern auch preiswerter“, findet Steffen Kaltenmark. Der 52-jährige ist schon über 13 Jahre Mitglied und nun seit 2019 Vorstand der Sektion.

Steffen Kaltenmark, Schwäbischer Albverein VS, bei der Eröffnung des Wanderwegs „Schwenninger Acht“ im Juni 2022.
Steffen Kaltenmark, Schwäbischer Albverein VS, bei der Eröffnung des Wanderwegs „Schwenninger Acht“ im Juni 2022. | Bild: Nina Stoffel

Bereits seit längerer Zeit versucht der Verein immer mehr auf nachhaltige Anreisewege zu achten. Nur noch bei den Familiengruppen reist der Verein im Auto an, da es so für die meisten Kinder angenehmer ist. Wegbetreuung sowie jährliche Putzaktion stehen im Vereinsleben ebenfalls an.

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Der Verein ist Mitglied im Landesnaturschutzverband und lebt unter dem Motto „Natur, Heimat, Wandern“. Die eigene Umwelt muss gekannt werden, um sie zu schützen. Das beginnt für den Verein schon vor der Haustüre.

Deutscher Alpenverein, Sektion Schwarzwald

Wer Hochgebirge mit eiskalten Gletschern liebt, für den bringen die nächsten Jahre wohl keine erfreulichen Nachrichten. Die Alpen werden durch den Klimawandel bis zum Ende des Jahrhunderts extrem verändert werden. Besonders der Deutsche Alpenverein leidet darunter.

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Mit 1,4 Millionen Mitgliedern ist der größte nationale Bergsteigerverein der Welt. Um die geliebten Alpen zu retten, verfolgt der Verein auf nationaler wie regionaler Ebene seit 2019 ein strenges Klimaschutzprogramm. Das Ziel des DAV ist bis 2030 klimaneutral zu sein. Die Sektion Schwarzwald arbeitet auf Hochtouren daran.

Peter Schütte ist seit 48 Jahren im DAV aktiv.
Peter Schütte ist seit 48 Jahren im DAV aktiv. | Bild: Carolin Joos

„Wir benutzen verstärkt den Bus“, berichtet Peter Schütte, 78, zweiter Beisitzender und Pressewart, „Dabei bleibt kein Platz leer. Wenn wir in die Berge fahren, versuchen wir so zu planen, dass mehrere Gruppen wie Wanderer, Hochtourer oder Kletterer gemeinsam mit dem Bus anreisen und sich dann vor Ort trennen.“

Ab dem kommenden Jahr wird es auch einen eigenen Vereinsbus geben, der für neun Leute Platz bietet und innerhalb des Vereins gemietet werden kann. Jeder Bergtourer erhält eine kostenlose Hüttenübernachtung – wenn die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt. Ein Teil des Mitgliedsbeitrags wird benutzt, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

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