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In Zeiten von Corona, in der die (Zwischen-) Menschlichkeit in vielen Bereichen gezwungenermaßen auf Abstand geht, wird am Schwarzwald-Baar-Klinikum mehr Nähe zugelassen. Und das ausgerechnet im hochsensiblen OP-Bereich, wo alles möglich steril zugehen muss. Dort darf ein Elternteil sein Kind, das operiert werden muss, jetzt bei der Narkoseeinleitung so lange begleiten, bis es durch die Narkose eingeschlafen ist. Und nach der Operation sitzen Mama beziehungsweise Papa bereits am Bettchen, so dass das Kind in vertraute Gesichter blickt, wenn es aus der Narkose erwacht. Das vom neuen Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin, Sebastian Russo, eingeführte Konzept basiert neben medizinischen Kenntnissen vor allem auf dem Prinzip der Empathie. Der Mediziner kann sich in seine kleinen Patienten und deren Eltern hineinversetzen. Für Kinder gibt es nichts Schlimmeres, als in ungewohnter Umgebung ganz auf sich allein gestellt zu sein. Und Eltern halten ihre schützende Hand gerade in einer solchen Ausnahmesituation gerne über ihr Kind. Und können dieses dann ein Stück weit beruhigter in die Hände der erfahrenen Mediziner geben.

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