Die Corona-Pandemie stellt eine große Belastungsprobe für Familien und Alleinerziehende dar. In Folge von Kurzarbeit oder Jobverlust sind auch in Villingen-Schwenningen einige in eine finanzielle Notlage geraten. Hier will nun die ProKids-Stiftung helfen: Ab sofort gibt es kostenlose Lebensmittelpakete für Familien mit Bedarf.

„Die Mitstifter sind auf mich zugekommen und haben erklärt, dass sie in dieser Situation unbedingt Hilfe leisten wollen“, sagt Joachim Spitz, der Stiftungsratsvorsitzende. „Sie finanzieren diese Aktion zu hundert Prozent. Das heißt, die benötigten Mittel gehen nicht vom allgemeinen Budget ab, das unserer Stiftung zur Verfügung steht.“ Mit den Extra-Geldern werden zunächst 500 Versorgungspakete zusammengestellt, die auf den Bedarf einer Familie für zwei Wochen ausgelegt sind. Dabei gibt es ein Sortiment für Familien mit Babys und Kleinkindern und ein Sortiment mit Nahrung für Familien mit größeren Kindern.

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Weitere Spender finden die Idee klasse und haben Unterstützung zugesagt. Das E-Center Culinara in Schwenningen packt die Pakete und überlässt der Stiftung die Lebensmittel zum Sonderpreis, Straub-Verpackungen aus Bräunlingen liefert die Kartons. Univent-Medical stellt kostenlose FFP 2-Masken für jedes Paket zur Verfügung, das Autohaus Zeisberg Corse stellt ein Fahrzeug, spendet den Großteil eines Autos, damit die Pakete zu den nicht mobilen Familien gebracht werden können.

Bei ProKids geht man davon aus, dass sich der Kreis von Not leidenden Familien in Corona-Zeiten deutlich ausgeweitet hat. Unbezahlte Stromrechnungen, Mietrückstände, defekter Kühlschrank oder Waschmaschine – die Liste der Gründe, weshalb Familien in der derzeitigen Situation bei reduziertem Einkommen unter Druck geraten, ist lang. Genau hier setzt ProKids VS an, und wie immer zielt man darauf ab, schnell, effizient und vor allem unbürokratisch zu helfen. Joachim Spitz weiß, dass es manchem, der es gewohnt ist, sein Auskommen dennoch selbst zu bestreiten, nicht leicht fallen dürfte, auf das neue Hilfsangebot zurückzugreifen. Doch er meint: „Familien, die durch Corona in Not sind, sollten nicht zögern. Wer auf der Verliererseite ist, soll auch Hilfe bekommen. Es ist keine Schande, sich helfen zu lassen in einer schwierigen Situation, die man nicht selbst verschuldet hat.“

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Es werden keine Hartz 4 und Wohngeldempfänger unterstützt, diese bekommen schon durch das Teilhabepaket vom Amt Hilfe. Den Machern und auch dem Schirmherrn der Aktion, Oberbürgermeister Jürgen Roth, war es wichtig, die Hemmschwelle für die Abholer so weit wie möglich abzusenken. Deshalb können die Empfänger die Essenspakete ganz unkompliziert beim Roten Kreuz in Villingen und in Schwenningen erhalten. Fragen zur Hilfe direkt an die Organisation: info@prokids-stiftung.de