Seit 15 Uhr wird im Impfstützpunkt wieder geimpft – genau so wie an jedem Werktag seit Donnerstag, 25. November. Der Andrang ist enorm. Bereits um 15.15 Uhr steht fest: Die Impfkapazität ist für diesen Tag erschöpft, wer sich jetzt noch anstellt, muss an einem anderen Tag wiederkommen.

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Dabei arbeiten Anne Derdays Mitarbeiter schneller als vom Sozialministerium vorgegeben: „Das Ministerium sagt, dass eine Impfung in fünf Minuten gemacht werden soll. Das wären bei unseren zwei Impfstraßen 24 Vakzinvergaben pro Stunde und bei fünf Öffnungsstunden unter der Woche 120 Impfungen insgesamt“, so die Leiterin des Impfstützpunkts.

Tatsächlich aber würden im Schwarzwald-Baar-Center etwa 200 Impfungen täglich gegeben. Am Wochenende, an dem von 11 bis 19 geimpft wird, sind es 400. Insgesamt wurden also, wie Heike Frank, Pressesprecherin des Landratsamts auf Anfrage mitteilt, in der ersten Stützpunktwoche 1400 Impfungen verabreicht.

Um 15.15 Uhr war die Kapazität am Mittwoch bereits ausgelastet. Alle, die bis dahin ein Ticket hatten, erhielten bis 20 Uhr ihre Impfung gegen Corona. Alle, die danach kamen, erhielten kein Ticket mehr und musste wieder gehen.
Um 15.15 Uhr war die Kapazität am Mittwoch bereits ausgelastet. Alle, die bis dahin ein Ticket hatten, erhielten bis 20 Uhr ihre Impfung gegen Corona. Alle, die danach kamen, erhielten kein Ticket mehr und musste wieder gehen. | Bild: Matthias Jundt

Wie viele Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen ausschließlich im Stützpunkt gegeben wurden, sei nicht zu beantworten. Derday: „Diese Zahlen werden nur gemeinsam mit denen des mobilen Impfteams erfasst.“

Und die sehen nach Angaben des Kreises wie folgt aus: Im Zeitraum von Donnerstag, 25. November, bis Dienstag, 30. November, wurden vom mobilen Impfteam und am Impfstützpunkt 590 Erstimpfungen (eine mit Moderna, sonst Biontech) und 183 Zweitimpfungen (zwei Moderna, Rest Biontech) gegeben. Geboostert wurde 1900-mal (1720-mal mit Biontech, sonst mit Moderna). Hinzukommen 230 Johnson&Johnson-Impfungen.

Ein Schild weist den Weg zum Impfstützpunkt.
Ein Schild weist den Weg zum Impfstützpunkt. | Bild: Sprich, Roland

„Der Andrang ist insgesamt groß und wir machen das, was wir können“, sagt Stützpunktleiterin Derday zu den Kapazitäten. Es hätten sich auch schon einige Menschen gemeldet, die am Stützpunkt mithelfen wollen. Es würden aber immer noch vor allem medizinisches Fachpersonal gesucht.

Und das sowohl für Villingen-Schwenningen, als auch für Donaueschingen. Dort wird nämlich am Samstag der zweite Stützpunkt geöffnet – auch geleitet von Derday. Von Beginn an im Einsatz ist dann entweder das in Villingen seit Freitag praktizierte Ticketsystem für Impflinge vor Ort oder aber ein digitales Buchungssystem, an dem der Landkreis eigenen Angaben zufolge intensiv arbeitet. Künftig soll es laut Kreisverwaltung möglich sein, eine Impfung sowohl mit, als auch ohne Termin zu erhalten.

Übrigens: Die Mobilen Impfteams gehen ab dem 1. Januar wieder in den Verantwortungsbereich des Kreises über. Nach der Schließung des Kreisimpfzentrums hatte das Schwarzwald-Baar-Klinikum die mobilen Impfteams übernommen.