Sie sind die Sahneschnitten der St. Georgener Saalfasnacht. Und so nennen sie sich auch. Wenn die „Sahneschnittsche“ alias Susanne Dilger, Carolin Sprich und Annette Kienzler ihre Lieder anstimmen, heißt es meist: „Männer, duckt euch.“ Denn das Gesangstrio nimmt mit spitzer Zunge gerne die Männerwelt aufs Korn. Aber nicht nur. Für ihre Teilnahme am SÜDKURIER-Video-Wettbewerb haben die „Sahneschnittsche“ einen Coronasong auf die Melodie eines bekannten Kinderlieds gedichtet.

Im Jahr 2000 ist die Gesangsformation aus den Reihen der Narrenzunft entstanden. Zunächst als Quartett, seit einigen Jahren sind sie zu dritt. Seither sind sie jedes Jahr an den närrischen Tagen gesanglich aktiv. „Schön singen wir nicht, aber laut und mit Freude“, beschreibt Carolin Sprich das Talent der drei Frauen, die sich selbst auch als „singende Guggemusik“ betiteln. Dem Spaß tut das keinen Abbruch. Und auch das Publikum hört immer aufmerksam hin, wenn das Trio loslegt.

Wenn sie auf der Bühne stehen, bekommen meist zunächst die Männer ihr Fett weg. Aber auch politische Ereignisse werden mit spitzer Zunge persifliert. Für den SÜDKURIER-Videowettbewerb haben die „Saheschnittsche“ einen Coronasong auf eine bekannte Kinderliedmelodie getextet.
Wenn sie auf der Bühne stehen, bekommen meist zunächst die Männer ihr Fett weg. Aber auch politische Ereignisse werden mit spitzer Zunge persifliert. Für den SÜDKURIER-Videowettbewerb haben die „Saheschnittsche“ einen Coronasong auf eine bekannte Kinderliedmelodie getextet. | Bild: Sprich, Roland

Auf der Bühne verkörpern die „Sahneschnittsche“ drei Frauentypen. Susanne Dilger gibt die Tussi mit Schleifchen im Haar, Carolin Sprich ist die Business-Karrierefrau und Annette Kienzler ist mit Kittelschürze, Staubwedel und Lockenwickler das biedere Hausmütterchen. „Eben typische Klischees“, sagt Susanne Dilger. Sie ist auch der kreative Kopf, der die humorvollen und scharfzüngigen Texte auf bekannte Melodien dichtet. Neben dem Frau-Mann-Thema gibt es immer auch einen zweiten Song, bei dem das Trio sich an die Themen der großen Politik wagt. So auch für das Video. „Wir wollten, auch wenn die Fasnet ausfällt, für unsere Mitglieder irgendwie präsent sein“, sagt Susanne Dilger, weshalb sie ursprünglich einen Beitrag für den Brotkast der Narrenzunft produzieren wollten. Da kam der SÜDKURIER-Aufruf genau richtig. Das ist eine tolle Idee. Wir alle sind ja traurig, dass dieses Jahr keine Fasnet stattfinden kann. Und so haben die Leute doch etwas zum schauen und sich amüsieren.“ Wichtig war dem Trio, etwas Neues zu produzieren. Auf die Melodie von der „Weihnachtsbäckerei“ dichtete sie unter anderem: Läden, Restaurants sind zu, auch das Reisen ist tabu. Wirtschaft fast schachmatt – und platt. Freunde und Familie meiden, viele, die darunter leiden. Die Gewalt, die steigt – man schweigt. Trotz des ernsten Themas soll der Song mit einem Augenzwinkern verstanden werden.

Eine Herausforderung war es, das Video mit den drei Akteurinnen coronakonform zu produzieren. „Denn es durften sich ja nur zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen.“ Deshalb trafen sich Susanne und Carolin im Wohnzimmer mit Sicherheitsabstand, während Annette per Video zugeschaltet wurde. Auch mussten sie darauf achten, dass die vorgegebene Zeit eingehalten wurde. „Da durfte ich halt am Anfang nicht so viel schwätze“, sagt Susi, die die Darbietungen sonst gerne in breitestem St. Georgener Dialekt ankündigt.

Wenn sie auf der Bühne stehen, bekommen meist zunächst die Männer ihr Fett weg. Aber auch politische Ereignisse werden mit spitzer Zunge persifliert. Für den SÜDKURIER-Videowettbewerb haben die „Saheschnittsche“ einen Coronasong auf eine bekannte Kinderliedmelodie getextet.
Wenn sie auf der Bühne stehen, bekommen meist zunächst die Männer ihr Fett weg. Aber auch politische Ereignisse werden mit spitzer Zunge persifliert. Für den SÜDKURIER-Videowettbewerb haben die „Saheschnittsche“ einen Coronasong auf eine bekannte Kinderliedmelodie getextet. | Bild: Sprich, Roland

Trotz der Situation freuen sich die „Sahneschnittsche“, wenn sie mit ihrem Beitrag für närrische Augenblicke sorgen und den Zuhörern des Videos ein Schmunzeln entlocken können. Denn wie heißt es im Refrain des Liedes: „Ist Corona bald vorbei? Denn das sehn ich mir herbei. So neu Pandemie erlebten wir noch nie, und sie bricht die ganze Welt entzwei. Ist Corona bald vorbei, ist Corona bald vorbei?

Abstimmen

Anschauen: Alle Videos werden auf SK On Air, der Videoplattform des SÜDKURIER, präsentiert. Leser können sich dort alle Filme ansehen und haben dabei hoffentlich eine Menge närrischen Spaß. Natürlich können die Akteure in ihren Netzwerken ordentlich Werbung für ihre Videos und die Abstimmung machen!

Abstimmen: Unter jedem Video führt ein Link zur Abstimmungs-Seite. Um für das Lieblingsvideo abzustimmen, ist eine Registrierung erforderlich, jedoch kein Abo. Eine einmalige Anmeldung genügt. Die Abstimmung läuft bis zum Freitag nach dem Schmotzigen Dunschtig, 12. Februar.

Mitfreuen: Das Ergebnis wird nach Abschluss ermittelt. Wer die meisten Stimmen erhalten hat. Welche Teilnehmer sich über 500 Euro (zweiter und dritter Platz) oder sogar 1000 Euro (erster Platz) freuen können, erfahren Abstimmungsteilnehmer über den SÜDKURIER – in der Zeitung oder online.


Hier geht es zu den närrischen Videos: www.sk.de/onair