Cornelia Putschbach

Mit viel Trainingswillen arbeiten Marc Sieber, Oskar Poschmann und Leif Rebstock an diesem Nachmittag im Trainingsraum am Ergometer, dem Bauchtrainer oder auch der Beinpresse. Die Geräte stehen allerdings nicht in einem beliebigen Fitnessstudio, sondern im Raum der Medizinischen Trainingstherapie der Nachsorgeklinik Tannheim.

Die drei jungen Männer sind zur Reha hier. Jeder von ihnen hat sein gesundheitliches Paket zu tragen und möchte nach der Reha wieder gestärkt den Alltag angehen. Die Trainingstherapie ist dabei einer von mehreren Fachbereichen, die dafür in der Nachsorgeklinik Tannheim ineinandergreifen.

Die Geräte im Raum der Trainingstherapie sind optimal für den Anspruch der Nachsorgeklinik. Sie können beispielsweise feiner auf die individuellen Bedürfnisse jedes Nutzers eingestellt werden. So kann zum Beispiel viel genauer gemessen werden, wieviel Kraft ein Patient auf ein Gerät bringt.

Leif Rebstock zeigt an einem der neuen Geräte der Medizinischen Trainingstherapie der Nachsorgeklinik Tannheim wie spielerisch die Kraft ...
Leif Rebstock zeigt an einem der neuen Geräte der Medizinischen Trainingstherapie der Nachsorgeklinik Tannheim wie spielerisch die Kraft trainiert wird, indem auf dem Display ein Ball im Parcour gehalten werden muss. | Bild: Cornelia Putschbach

Das war in den vergangenen Jahren nicht im notwendigen Umfang möglich. Dank eines Teils der Spenden der SÜDKURIER Leser aus der letztjährigen Weihnachtsaktion konnte die Nachsorgeklinik nach weit über zehn Jahren endlich neue Trainingsgeräte anschaffen.

„Die 14 neuen Geräte wurden im August geliefert“, berichtet Günter Hermann, Leiter der Sport- und Physiotherapie in Tannheim. Seither ist für die Trainingstherapie vieles besser und einfacher geworden. „Die Arbeit der Therapeuten wurde aufgewertet, weil sie jetzt eine bessere Qualität hat.“

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Günter Hermann, Leiter Sport- und Physiotherapie Nachsorgeklinik Tannheim
Günter Hermann, Leiter Sport- und Physiotherapie Nachsorgeklinik Tannheim | Bild: Cornelia Putschbach

Wenn alle vier Wochen neue Patienten, meist mit Familie, zur Reha nach Tannheim kommen, müssen jeweils über 100 Personen in 2,5 Tagen in die Nutzung und richtige Handhabe der Geräte eingewiesen werden.

Für die Einweisung stehen pro Person nur 30 Minuten zur Verfügung. Zudem gilt es die individuellen Trainingsziele festzulegen. Je nach Krankheitsbild kann der Fokus mehr auf Ausdauer oder mehr auf Kraft liegen.

Bodyscan in der Sporttherapie Nachsorgeklinik Tannheim Video: Cornelia Putschbach

„Mit einem der neuen Geräte werden die Körpermaße der Patienten gescannt“, sagt Sporttherapeut Jan Holzmann. Jeder Patient erhält dann ein Armband, auf dem sein individueller Trainingsplan hinterlegt wird. Das Trainingsgerät wird dann über das Armband gesteuert.

Marc Sieber liest am Trainingsgerät die auf seinem Armband hinterlegten Daten für die Sporttherapie ein.
Marc Sieber liest am Trainingsgerät die auf seinem Armband hinterlegten Daten für die Sporttherapie ein. | Bild: Cornelia Putschbach

„Außerdem können die Patienten jetzt mittels einer App ihr Training überprüfen, Statistiken aufrufen und im Anschluss an die Reha Trainingserfolge nachvollziehen“, erklärt Holzmann.

Jan Holzmann, Sporttherapeut Nachsorgeklinik Tannheim
Jan Holzmann, Sporttherapeut Nachsorgeklinik Tannheim | Bild: Cornelia Putschbach

Durch diese enorme Zeitersparnis können die Patienten zügig nach Beginn der Reha mit dem Training starten und es bleibt den Sporttherapeuten mehr Zeit für die individuelle Betreuung.

Einloggen am Gerät in der Sporttherapie Nachsorgeklinik Tannheim Video: Cornelia Putschbach

„Die Rückmeldungen der Patienten auf die neuen Geräte sind sehr positiv“ sagt Jan Holzmann. Das bestätigt auch Marc Sieber. „Auf dem Display der Beinpresse sehe ich jetzt sehr gut, wie ich die Spannung halten muss. So kann ich die Übung viel effizienter absolvieren.“

Auch Oskar Poschmann ist von den neuen Geräten überzeugt. „Ich habe früher schon an ähnlichen Geräten trainiert. Das solche jetzt auch in Tannheim zur Verfügung stehen, finde ich gut und wichtig. Ich möchte nach der Reha möglichst fit für den Alltag sein.“

Hier erfahren Sie alles zu unserer Spendenaktion für die Nachsorgeklinik Tannheim.