Stefan Wirth ist neuer Chefarzt des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin am Schwarzwald-Baar-Klinikum. Der 52-Jährige folgt auf Ulrich Fink, der im März in den Ruhestand verabschiedet wurde. Wie Klinik-Geschäftsführer Matthias Geiser sagt, wurde Wirth vom Aufsichtsrat aus etwa einem Dutzend Bewerber ausgewählt.

Zuvor in Bayern tätig

Stefan Wirth war zuletzt Chefarzt für Radiologie im Donau-Isar-Klinikum in Deggendorf in Bayern. Davor war er geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Radiologie im Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er auch aufgewachsen ist. Was hat den Ur-Münchner in den Schwarzwald verschlagen? „Die Menschen“, braucht Stefan Wirth nicht lange zu überlegen. Schon bei seinem ersten Besuch im Klinikum sei er von netten Menschen empfangen worden.

Radiologie genießt großen Stellenwert

Wie Wirth erläutert, wird die Radiologie von einem verhältnismäßig geringen Anteil der Mediziner belegt. „Die Radiologen machen zwei Prozent in der Ärzteschaft aus. Am Schwarzwald-Baar-Klinikum sind es knapp fünf Prozent“, weist er darauf hin, welchen Stellenwert die Schnittbilddiagnostik an seiner neuen Wirkungsstätte hat. Trotz der verhältnismäßig kleinen Fachabteilung sei die Bedeutung der Radiologie enorm groß. „Außer bei Geburten gibt es fast keine Patienten, die keinen Kontakt mit der Radiologie haben. Ohne schnelle Diagnose keine zielgerichtete Therapie“, fasst er zusammen.

Über Umwege zur Medizin

Der neue Chefarzt gelangte über Umwege zur Medizin. Wirth schloss zunächst ein Informatikstudium ab, zu der Zeit, als Digitalisierung in der Medizin, verstärkt in der Radiologie, Einzug hielt. Wirth schloss zudem Studiengänge in Betriebswirtschaft und Pädagogik ab. „Das sind Dinge, die mir als Führungshandwerkzeug ausgesprochen hilfreich sind.“ Heute trägt Stefan Wirth zwei Doktorentitel in Medizin und Humanbiologie.

Das Schwarzwald-Baar-Klinikum hat einen neuen Chefarzt der Radiologie gewählt. Der lobt die  technische Ausstattung des Klinikums.
Das Schwarzwald-Baar-Klinikum hat einen neuen Chefarzt der Radiologie gewählt. Der lobt die technische Ausstattung des Klinikums. | Bild:  Roland Sprich

Neuer Chef lobt gute Ausstattung

Moderne Radiologie ist von der technischen Ausstattung abhängig Hier bezeichnet Stefan Wirth die Geräteausstattung an seiner neuen Arbeitsstelle als „absolute Traumsituation“. Die Ausstattung gibt es „so an mancher Universität nicht. Mehr geht nicht.“ Doch die modernsten Geräte würden keinem Patienten helfen, wenn es nicht qualifizierte Mediziner oder medizinisch-technische Assistenten gebe, die diese auch bedienen könne. Hier verweist der Mediziner auf ein „ausgesprochen nettes und motiviertes Team, sowohl im medizinisch-technischen als auch im ärztlichen Bereich.“

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