Landrat Sven Hinterseh, Kreisverbandsvorsitzender des Gemeindetags Jörg Frey, der im Namen aller Bürgermeister des Schwarzwald-Baar-Kreises spricht, sowie die Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen und Donaueschingen, Jürgen Roth und Erik Pauly, und Klinik-Geschäftsführer Matthias Geiser wenden sich am Montagnachmittag mit einem dringenden Appell an die Menschen der Region.

„Wir befinden uns aktuell in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Diese Welle trifft uns mit größter Wucht. Die Inzidenzen steigen, die Auslastung der Intensivstationen kommt an ihre Grenzen und wir stehen auch in Baden-Württemberg vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung.“ Damit beginnt der Appell.

Aktuell würden 129 Corona-Erkrankte stationär am Schwarzwald-Baar-Klinikum behandelt werden – so viele wie noch nie seit Pandemiebeginn. Und jeden Tag, fahren die Verantwortlichen fort, kämen neue Covid-Patienten hinzu.

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Weiter heißt es: „Dadurch fallen reguläre Bettenkapazitäten für andere Menschen weg, das Klinikum muss Behandlungen priorisieren, Operationen und andere wichtige Behandlungen verschieben und Patienten an andere Krankenhäuser verlegen. Die Lage ist dramatisch und äußerst beunruhigend, doch sie spitzt sich weiter jeden Tag zu. Wir alle müssen etwas dagegen tun!“

Seit Donnerstag befindet sich im Schwarzwald-Baar-Center in Villingen-Schwenningen der neue Impfstützpunkt. Ein weiterer soll demnächst in Donaueschingen hinzukommen.
Seit Donnerstag befindet sich im Schwarzwald-Baar-Center in Villingen-Schwenningen der neue Impfstützpunkt. Ein weiterer soll demnächst in Donaueschingen hinzukommen. | Bild: Matthias Jundt

Mit Stand zum 21. November seien von rund 210.000 Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis nur 60,8 Prozent vollständig geimpft. „Das sind zu wenige! Wir appellieren deshalb an alle: Lassen Sie sich bitte schnellmöglich impfen – ganz gleich, ob zum ersten, zweiten oder dritten Mal. Wir brauchen Sie alle, um gemeinsam die pandemische Lage zu bekämpfen und für uns alle zu verbessern!“, so der Appell weiter.

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Die Unterzeichner des Corona-Appells bitten die Bevölkerung, das eigene Verhalten zu überprüfen und Kontakte zu reduzieren. „Alles was nicht zwingend notwendig ist, sollten wir bleiben lassen. Für den Besuch in Restaurants oder den Einkauf in den Geschäften, wo täglich viele Menschen zusammenkommen, gilt mehr denn je zuvor: Hygiene- und Abstandsregeln, Maskenpflicht und Datenerhebung als Wirt und Händler immer umsetzen und als Gast und Kunde immer beachten.“

Es gehe nicht um einen bestimmten Lebensbereich, die Coronakrise, so der Appell, treffe jeden. Abschließend heißt es: „Helfen wir uns gegenseitig, geben wir aufeinander Acht, bleiben wir vorsichtig und reduzieren wir unsere Kontakte.“