Mit der Weiterführung der Küchensanierung im Internat der Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe in VS-Villingen hat der Kreistag eine wesentliche Weiche für die landesweite Attraktivität der Einrichtung gestellt. Außerdem wurden in Blick auf die Auswirkungen von Covid 19 auf die Schülerzahlen die Internatsgebühren neu festgesetzt.

Während zahlreiche Baumaßnahmen und Investitionen wegen der Corona-Auswirkungen auf die Kreisfinanzen auf die kommenden Jahre verschoben wurden, ging die Vergabe der Rohbauarbeiten für die Sanierung der Internatsküche im Umfang von 654 293 Euro einstimmig durch den Kreistag. Damit entstehen mit einem Anbau im Erdgeschoss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes die neue Küche, die kalte Küche und die neue Essensausgabe. Ziel der Modernisierung ist, den kompletten Küchenbetrieb ans Tageslicht zu bringen und damit auch Arbeitsschutzanforderungen zu erfüllen. Zudem waren einige der Maßnahmen, wie die Erneuerung der maroden Wasser- und Abwasserleitungen, der Ersatz veralteter elektrischer Anlagen und der Austausch der Lüftungsanlage, nicht mehr aufschiebbar.

Der Bauzeitplan sieht vor, in den bevorstehenden Sommerferien mit der Küchensanierung zu beginnen und zum Ende der Sommerferien 2021 fertig zu sein. Damit laufen die Umbaunahmen bei laufendem Internatsbetrieb.
Die Gesamtkosten der anstehenden Sanierungsmaßnahme summieren sich auf 3,1 Millionen Euro. Davon sollen 450 000 Euro im Jahr des Entstehens über die Internatsgebühr abgedeckt werden. Die Vergabe der Rohbauarbeiten liege um 29 Prozent über der Kostenberechnung. Alle bisher ausgeschriebenen Gewerke liegen im Rahmen der Kalkulation. Insbesondere bei der Kücheneinrichtung habe man günstige Preise erzielen können, heißt es aus der Verwaltung.

Das Herzstück des Internats bildet die Internatsküche. Jetzt wird aber nicht nur die Küche neu gestaltet, sondern auch der Schüleraufenthaltsbereich erheblich aufgewertet. Damit solle die auch überregional bekannte Hotelfachschule und das Internat deutlich an Attraktivität gewinnen. In der Verwaltung ist man sich sicher, dass bei der landesweiten Verteilung der Schülerströme an die Landesberufsschulen für das Hotel-und Gaststättengewerbe Qualität und Attraktivität des zugehörigen Internats „eine mitentscheidende Rolle spielen“.

Mit der im Zuge der Corona-Krise bereits deutlich rückläufigen Zahl der Ausbildungsverhältnisse im Hotel- und Gaststättengewerbe in 2020 werden um bis zu 10 Prozent rückläufige Belegungszahlen für das Internat mindestens für die kommenden zwei Jahre erwartet. Um ein Defizit zu verhindern, sollen die damit verbundenen Einnahmeausfälle durch eine Gebührenerhöhung ausgeglichen werden.

Jetz 40,50 Euro pro Tag

Der Tagessatz im Internat wurde für 2020 auf 33 Euro berechnet. Mit wegbrechenden Einnahmen durch Schulschließungen und geringeren Schülerzahlen werde der Tagessatz für die Landesberufsschule ab 1. Juni 2020 auf 40,50 Euro kalkuliert. Dabei wurden auch die Gebührenüberschussergebnisse aus den Jahren 2016 bis 2018 eingerechnet. Der Kreistag stimmte diesem Verwaltungsvorschlag einstimmig zu.

Die Unterbringungskosten im Internat werden bis zu einem Höchstsatz von 40,50 Euro vollständig durch das Land übernommen. Damit werden weder die Internatsbewohner noch die Betriebe durch die Erhöhung stärker belastet.

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