Nach einem Jahr Unterbrechung bietet die Diakonie ambulant Schwarzwald-Baar ab Januar erneut die Nachbarschaftshilfe an – und sucht dafür nun wieder Nachbarschaftshelfer auf ehrenamtlicher Basis.

Im Zentrum steht die Unterstützung im Alltag von hilfsbedürftigen Menschen, zum Beispiel Senioren. Die Aufgaben reichen von Gesellschaft leisten und Gespräche führen bis hin zur Begleitung bei Arztbesuchen, beim Einkaufen und bei Behördengängen. Auch hauswirtschaftliche Unterstützung kann dazu gehören.

„Eine gewisse Empathie für hilfebedürftige Personen sollte natürlich vorhanden sein, und ein Führerschein“, sagt Daniel ...
„Eine gewisse Empathie für hilfebedürftige Personen sollte natürlich vorhanden sein, und ein Führerschein“, sagt Daniel Engelberg, kaufmännischer Vorstand der Diakonie ambulant Schwarzwald-Baar, zu den Anforderungen an mögliche Nachbarschaftshelfer. | Bild: Sprich, Roland

„Wir hatten bislang einen Pool von 100 Personen. Es wäre schön, wenn wir wieder etwa so viele Helfer finden würden“, sagt Daniel Engelberg, kaufmännischer Vorstand der Diakonie ambulant Schwarzwald-Baar.

Grund dafür, dass dieses bürgerschaftliche Engagement ein Jahr auf Eis gelegt werden musste, waren laut Engelberg organisatorische und strukturelle Veränderungen.

„Es hat sich aber gezeigt, dass der Bedarf an dem Angebot sehr groß ist“, so Daniel Engelberg. Zum 1. Januar 2023 werde das Angebot deshalb wieder aufgenommen.

Engelberg hofft, dass sich viele ehrenamtliche Helfer von damals wieder für die Aufgabe begeistern lassen. Denn das Einzugsgebiet des ambulanten Pflegedienstes ist groß. An fünf Standorten in Villingen-Schwenningen, Bad Dürrheim, Donaueschingen, Tuttlingen und Trossingen betreut die Diakonie ambulant rund 1200 Klienten.

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Die Nachbarschaftshelfer sollen jeweils möglichst nah an ihrem Wohnort eingesetzt werden. Besondere Anforderungen, um als Nachbarschaftshelfer eingesetzt zu werden, bedarf es laut Engelberg nicht. „Eine gewisse Empathie für hilfebedürftige Personen sollte natürlich vorhanden sein, und ein Führerschein.“

Ihre Zeit können die ehrenamtlichen Helfer grundsätzlich frei einteilen. Ob sich jemand pro Woche mit einer oder fünf Stunden seiner Zeit einbringe, sei individuell regelbar. „Allerdings sollte schon eine bestimmte Zuverlässigkeit vorhanden sein. Die zu betreuende Person stellt sich ja auch darauf ein und freut sich auf den Besuch und die Unterstützung“, sagt Daniel Engelberg.

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Zwar ist die Tätigkeit als Nachbarschaftshelfer grundsätzlich ehrenamtlich, jedoch erhalten die Personen eine Aufwandsentschädigung.

Für die Koordination der Nachbarschaftshilfe wird künftig Silke Glessinger verantwortlich sein. Sie ist gelernte Hauswirtschafterin und hat bereits berufliche Erfahrung bei der Diakonie ambulant Schwarzwald-Baar. Zudem hat sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau und Hotelkauffrau und kennt sich im Dienstleistungsbereich aus. Glessinger wird sowohl Ansprechpartnerin für die hilfesuchenden Personen als auch für die nachbarschaftlich engagierten Personen sein.