Dieser Einsatz hat ein glückliches Ende genommen: In Villingen machte die Polizei alle verfügbaren Kräfte mobil, nachdem am späten Nachmittag ein 81-Jähriger aus einem Pflegeheim vermisst gemeldet worden war. Es drohte eine kalte Nacht mit Niederschlag und auch Sturmböen – die Einsatzleitung orderte einen speziell ausgerüsteten Hubschrauber, der eine Stunde später über der Villinger Innenstadt kreiste.

Die Suchflüge des Hubschraubers

Die Maschine, ausgerüstet mit Ortungsmöglichkeiten aller Art, flog das Stadtgebiet systematisch ab. Ab 20.30 Uhr nahm sich der Pilot zusätzlich das Wiesenland am Stadtrand beim Laible vor. Ab 21 Uhr wurden Abschnitte zwischen Villingen und Marbach bis gegen 22 Uhr abgeflogen.

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Die Helfer waren auch deshalb in Sorge, weil die Wetterprognosen für die Nachtstunden ungünstig waren: Niederschlag und mehr Kälte waren angesagt, eventuell auch Schneefall.

Wachmann gibt den entscheidenden Hinweis

Um 22. 40 Uhr kam dann die erlösende Nachricht von einer völlig überraschenden Seite. Ein Wachmann einer Firma aus Schwenningen hatte die Polizei angerufen. Ihm soll, so berichtete es am Sonntagmorgen ein Sprecher des Polizeipräsidiums, ein älterer Herr aufgefallen sein, der sich am Werkstor aufgehalten hatte. Dann ging alles ganz rasch: Sanitäter, Polizei und Angehörige brausten im Korso nach Schwenningen. Großes Glück bei allen Beteiligten: Der Gesuchte war wohlauf, er habe, so ein Polizeisprecher, eine Winterjacke angehabt und sei auch „körperlich fit“.

Was die Marschrichtung des Mannes erklären kann

Lehrreich für alle: Der Mann hatte sich in seiner Demenz einem Punkt zugewandt, an dem früher ein Familienmitglied gearbeitet hatte. Genau diese Firma steuerte er an und durchquerte dabei, im Dunkel des frühen Abends, das Villinger Stadtgebiet, die Schwenninger Steig sowie das Ackerland zwischen Villingen und Schwenningen.

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