Die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe sind Branchen, die besonders hart von der Corona-Pandemie und den Maßnahmen zur Eindämmung der Virusübertragung betroffen sind. Im Frühjahr und auch jetzt, dürfen Restaurants Essen zur zum Mitnehmen oder Ausliefern anbieten, Hotels dürfen nur Geschäftsreisende aufnehmen.

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Für die Mitarbeiter der Betriebe bedeutet das in den meisten Fällen Kurzarbeit und mit dieser erhebliche Einbuße beim Lohn. Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Bundesregierung in einem Schreiben auf, eine Corona-Sofort-Nothilfe in Höhe von 1000 Euro an die zirka 3800 Arbeitnehmer der beiden Branchen im Kreis zu zahlen. Nach Einschätzung der NGG würden sich die Kosten bei einer solchen Nothilfe im Dezember auf insgesamt rund 600 Millionen Euro belaufen. Die Unternehmen im Gastgewerbe, sagt die Gewerkschaft, hätten allein in diesem Monaten Staatshilfen in Höhe von 17 Milliarden Euro erhalten.

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Neben der 1000-Euro-Forderung, verlangt die Gewerkschaft NGG außerdem, dass die Hilfen für die Unternehmen an einen Erhalt von Arbeitsplätzen geknüpft wird. Es dürfe nicht sein, dass Wirte und Hoteliers 75 Prozent des Vorjahresumstzes erhalten und wenig später ihre Mitarbeiter vor die Tür setzen, heißt es in der NGG-Mitteilung weiter.

Als mögliche Verbesserung für die Mitarbeiter bringt die NGG außerdem die Einführung eine Mindest-Kurzarbeitergeldes ins Spiel. Die Gewerkschaft zitiert Angaben der Hans-Böckler-Stiftung, die nach dem ersten Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbunds benannt wurde, nach denen ein solcher Mindestlohn die Einkommenseinbußen im Niedriglohnsektor gering halten könne. Frankreich habe ein solches Modell bereits erfolgreich eingeführt. In Deutschland müsste ein Mindest-Kurzarbeitergeld bei 1200 Euro liegen.