Immer mehr Ukraineflüchtlinge suchen Schutz in der Region. Um die dem Krieg entronnen Familien überhaupt unterzubringen, müssen immer öfters Sport- und Turnhallen genutzt werden. Im Landkreis Konstanz sind es derzeit drei, drei weitere kommen in den nächsten Wochen hinzu. In Rottweil wird jetzt eine Kreissporthalle mit ukrainischen Flüchtlingen belegt und im Schwarzwald-Baar-Kreis?

„Sporthallen im absoluten Notfall“

Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis nehmen die Flüchtlingszahlen „leider, aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine zu“, berichtet Heike Frank, Sprecherin des Landratsamts. Ziel sei es, dass „wir die Geflüchteten weiterhin in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen, die keine Sporthallen sind, wobei auch diese Option natürlich im absoluten Notfall in Betracht kommt“. Doch schon jetzt werde es enger. Aktuell würden in den bisherigen Gemeinschaftsunterkünften sogenannte Notbetten aufgestellt.

Derzeit betreibt der Kreis in Villingen in der Schertlestraße eine große Flüchtlingsunterkunft. Das frühere Heilig-Geist-Spital sei mit 222 Personen belegt und voll.

Der zweite Flügel werde tatsächlich derzeit instand gesetzt. Dieser Gebäudeteil wird durch die Stadt Villingen-Schwenningen voraussichtlich ab Oktober als Anschlussunterbringung genutzt und biete Platz für bis zu 150 Personen. Somit können Geflüchtete direkt in die Anschlussunterbringung bei der Stadt Villingen-Schwenningen verlegt werden.

Weitere Unterkünfte gesucht

Der Schwarzwald-Baar-Kreis sucht aber auch nach weiteren Unterkünften, vor allem weil auch die Zahl der Geflüchteten weiter ansteigt. Im September werde der Schwarzwald-Baar-Kreis voraussichtlich circa 46 Flüchtlinge aus verschiedenen Herkunftsländern und etwa 250 ukrainische Flüchtlinge aufnehmen, berichtet Frank weiter. Wie es in den kommenden Monaten weitergehe, sei noch nicht absehbar.

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In den Gemeinschaftsunterkünften des Kreises leben derzeit 779 Flüchtlinge, davon seien 456 ukrainische Flüchtlinge. Insgesamt befänden sich rund 2.900 ukrainischen Flüchtlinge im Landkreis. Hinzu kämen etwa 1.000 weitere Migranten, die Leistungen bezögen.