Eine neue Adresse für Menschen mit Handikap wurde dieser Tage im Stadtbezirk Schwenningen eröffnet. Birgit Mittermeier von der Diakonie bietet im dritten Stock des Geschäftshauses Am Marktplatz 10 mit der EUTB eine besondere Beratung an. Die Abkürzung EUTB steht für „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung„.

Manch hohe Hürde

Sie richtet sich an Menschen, denen aufgrund einer oder mehrerer Behinderungen die Teilhabe am Gemeinschaftsleben nicht immer leichtfällt. Fallen die geistig, körperlich oder auch psychisch Belasteten doch durch viele Raster und müssen auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben so manche hohe Hürde nehmen.

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Mit der Eröffnung der Beratungsstelle in Schwenningen sind es jetzt drei Adressen, die Hilfe anbieten. Im Abt-Gaiser-Haus in Villingen berät man bereits seit Februar 2019 und die Beratungsstelle in Donaueschingen in der Schulstraße 13 gibt es seit November 2020.

Vielfältiges Angebot

Das Beratungsangebot, das durch das 2020 verabschiedete Bundesteilhabegesetz vorgeschrieben ist, ist so vielfältig wie die Handikaps jener, die dort Rat suchen. Zu den Themen gehören Fragen zum Wohnen – in der Familie, in Wohngemeinschaften von Behinderten oder auf sich allein gestellt -, gelebte Inklusion, die eigene Zukunftsgestaltung oder auch nur ganz profane Dinge des alltäglichen Lebens wie Ratschläge für den Umgang mit Behörden wie beispielsweise Beratung zur Pflegeversicherung. Aber auch Lebensberatung zu den Themen Sexualität und Partnerschaft, Beratung in finanziellen Fragen, Elternschaft oder Kindergeld.

Rat im direkten Gespräche und auch per Telefon und E-Mail

Aktuell sind es fünf Berater, die sich allerdings eine Vollzeitstelle teilen und die neben der Präsenzberatung auch Hausbesuche anbieten. Alle Berater haben einen direkten Bezug zum Leben mit Handikap. Neben den Präsenzberatungen bieten die fünf Berater auch telefonische Beratung oder Kontakt per Email an.