Im Fokus der Demo stand die wachsende Ignoranz bezüglich wissenschaftlicher Studien, die Kritik am Kapitalismus sowie die damit verbundene Verschärfung sozialer Krisen.

„Die Entscheidungsfindung ist in der heutigen Zeit enorm profitbasiert“, sagt Federico Grippo, der für die Demonstration aus Freiburg angereist ist.

Gerade angesichts der klimatischen Notlage, die mittlerweile sogar Klimaflüchtige mit sich bringe, sei diese Denkweise paradox und weise auf falsche Prioritäten der Regierung hin.

Die Aktivisten Federico Grippo (links) und Christian Clausner (rechts) kritisieren vor allem die Kohlesubventionen.
Die Aktivisten Federico Grippo (links) und Christian Clausner (rechts) kritisieren vor allem die Kohlesubventionen. | Bild: Franziska Zeller

„Wie können wir noch immer über Jobs innerhalb der Kohleindustrie reden, wenn es bereits tausende Klimaflüchtige auf der Welt gibt“, kritisiert auch Christian Clausner aus Konstanz.

Omas gegen Rechts: Bei der Fridays For Future–Aktion sind Aktivisten jeden Alters vertreten.
Omas gegen Rechts: Bei der Fridays For Future–Aktion sind Aktivisten jeden Alters vertreten. | Bild: Franziska Zeller

Stattdessen müsse der Fokus wieder auf die Förderung erneuerbarer Energien gelenkt werden. „Es ist einfach nur absurd, die Kohlesubventionen nicht abzuschaffen“, sagt Clausner.

Mit Megaphon wird die Demonstration, die unter anderem durch die Innenstadt verläuft, mit Parolen angeleitet.
Mit Megaphon wird die Demonstration, die unter anderem durch die Innenstadt verläuft, mit Parolen angeleitet. | Bild: Franziska Zeller

Durch die aktuellen Krisen gerate das Thema Klimaschutz jedoch immer mehr in den Hintergrund, weshalb die globale Aktion gerade jetzt laut den Aktivisten in Villingen so wichtig sei.

An die Wissenschaft halten

Amarin Lawton, Aktivist und Moderator der Fridays For Future-Bewegung in Villingen-Schwenningen, kritisiert außerdem die Ignoranz der Regierung bezüglich wissenschaftsbasierter Studien. „Haltet euch an die Wissenschaft“, ruft Lawton bereits zu Beginn in die Menge.

„People, not Profit“: Das Motto des Klimastreiks verweist auf die Kritik am Kapitalismus.
„People, not Profit“: Das Motto des Klimastreiks verweist auf die Kritik am Kapitalismus. | Bild: Franziska Zeller

Dies sei ihm zufolge enorm wichtig, um verantwortungsvoll und vor allem umweltbewusst handeln zu können. Gerade in der chaotischen Zeit sei es wichtig, den Fokus wieder auf den Klimaschutz zu lenken. Hätten die vergangenen Regierungen die wissenschaftlichen Befunde nicht ignoriert, so hätte die hohe Inflation und damit verbundene soziale Notlagen vermieden werden können, so Lawton.

Auch die Verkehrswende ist ein zentrales Thema der Demonstration.
Auch die Verkehrswende ist ein zentrales Thema der Demonstration. | Bild: Franziska Zeller
Das könnte Sie auch interessieren