Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Größere Restbestände, genauer gesagt ganze Rollen, die noch eine Banderole haben, können schon jetzt an allen Wertstoffsammelstellen des Landkreises zurückgegeben werden. Diese Bestände können dann in den Gebieten verteilt werden, die beim alten System bleiben, wie etwa die Villinger Innenstadt innerhalb der Stadtmauern.

Hier wird der Gelbe Sack nicht durch die neue Tonne ersetzt. Diese Regelung gilt laut Landratsamt auch für Streusiedlungen, die nicht direkt von der Müllabfuhr angefahren werden. So wird gleich zum Auftakt etwas Geld und Plastik gespart.

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Außerdem sei geplant, „dass ab Februar an jedem Recyclingzentrum und Wertstoffhof eine Gelbe Tonne mit spezieller Aufschrift aufgestellt wird, in welche vollständige Gelbe-Sack-Rollen hineingegeben werden können. Diese werden dann bestimmungsgemäß verwendet“, so Landratsamt-Sprecherin Heike Frank.

Resteverwertung in der Übergangszeit

Zudem sei vorgesehen, dass Restbestände von Gelben Säcken als Mehrbedarfssäcke verwendet werden dürfen, wenn die neuen Tonnen einmal nicht ganz ausreichen. Angesichts des Volumens der neuen Tonnen – die kleinste Version mit 120 Litern soll etwa so viel Abfälle aufnehmen, wie drei gelbe Säcke – werden in dieser Übergangszeit aber sicher auch nicht alle vorrätigen Tüten aufgebraucht werden.

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Die Regelung gilt übrigens bis Ende Juni. Ab dem 30. Juni 2022 werden diese zusätzlichen Säcke dann nicht mehr mitgenommen. Größere Mengen an Verpackungen müssen an den acht Recyclingzentren im Landkreis entsorgt werden.

Gelbe Säcke in die Gelbe Tonne?

Sind dann immer einige Exemplare der Gelben Säcke übrig, was nicht unwahrscheinlich ist, sind andere Ideen für die Resttüten gefragt. Entsorgen in der gelben Tonne? Nicht erlaubt, weiß Heike Frank. „Die Gelbe Tonne ist für die Entsorgung von Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metallen oder Verbunden vorgesehen.

In vielen Haushalten im Landkreis schlummern noch Restbestände an Gelben Säcken. Bis zur Einführung der neuen Gelben Tonnen ist es aber nicht mehr lange hin. Alle Tüten sind bis dahin sicher nicht aufgebraucht.
In vielen Haushalten im Landkreis schlummern noch Restbestände an Gelben Säcken. Bis zur Einführung der neuen Gelben Tonnen ist es aber nicht mehr lange hin. Alle Tüten sind bis dahin sicher nicht aufgebraucht. | Bild: Fröhlich, Jens

Unbenutzte Gelbe Säcke stellen keine Verkaufsverpackungen dar“, erklärt sie den Sachverhalt und nennt die richtige Vorgehensweise: „Die korrekte Entsorgung wäre also dann über die Restmülltonne, deren Inhalt thermisch verwertet wird.“

Bessere Alternative

Die Tüten einfach im Restmüll zu entsorgen, ist angesichts der aktuellen Klima- und Umweltprobleme auf der Welt sicher keine so gute Idee und wenig kreativ. „Restliche Gelbe Säcke dürfen, sobald diese im Landkreis nicht mehr abgeholt werden, auch für andere Zwecke verwendet werden – auch als Restmülltüte“, nennt Frank eine Alternative. So hätten die Tüten zumindest noch einen kleinen Zweck erfüllt.

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Oder sie könnten für die Abgabe von Mehrbedarfs-Leichtverpackungen bei den Recyclingzentren weiterhin genutzt werden. Allerdings: „Für die Bereitstellung von Restmüll zur Abfuhr sind ausschließlich kostenpflichtige Restmüllsäcke des Landkreises zugelassen, da der Kaufpreis dieser offiziellen Mehrbedarfssäcke die Entsorgungskosten abdeckt“, so Frank weiter.

Ihre Ideen sind gefragt

Die Redaktion ist davon überzeugt, dass es noch weitere, durchaus kreativere Verwendungsmöglichkeiten für die gelben Plastiktüten gibt, die über viele Jahre immer wieder für Diskussionen gesorgt haben. Mal waren sie zu dünn, mal wurden sie vom Wind und Tieren zerrupft und der Müll verteilte sich auf den Wegen.

Also was anfangen mit den restlichen Exemplaren? Schicken Sie uns Ihre Vorschläge per Email an villingen.redaktion@suekurier.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar an unserem Facebook-Aufruf.