Nachdem das Kreisimpfzentrum im vergangenen Jahr Ende September zugemacht hatte, war schnell klar geworden, dass es doch weiterhin eine zentrale Anlaufstelle für Corona-Impfungen geben muss. Also wurden Impfstützpunkte in Villingen-Schwenningen, Donaueschingen und St. Gerogen aus dem Boden gestampft. Hinzu kamen zwei in Bad Dürrheim, die durch private Initiativen entstanden waren.

Der Andrang am VS-Impfstützpunkt im Schwarzwald-Baar-Center war zu Beginn im Dezember 2021 groß.
Der Andrang am VS-Impfstützpunkt im Schwarzwald-Baar-Center war zu Beginn im Dezember 2021 groß. | Bild: Matthias Jundt

Geflüchtetenunterkunft statt Impfzentrum

Von Januar bis März war im Dürrheimer Hotel Solegarten an drei halben Tagen in der Woche gegen Covid geimpft worden. Betrieben wurde der Stützpunkt von der Klinik Limberger. Während der Fastnachtszeit war noch geimpft worden, seit Anfang März ist der Stützpunkt Geschichte: „Da war leider Gottes nichts mehr los, es kam auch nicht mehr. Die Nachfrage war bei Null“, sagt Klinik-Chef Joachim Limberger.

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Etwa 1000 Impfungen wurden im Hotel Solegarten verabreicht. Ob Limberger im Herbst oder Winter erneut impfen lassen will, sollte es die Notwendigkeit dafür geben, weiß er noch nicht: „Aktuell kümmern wir uns im die Geflüchteten.“ 70 Menschen haben aktuell Unterkunft im Hotel gefunden.

Keine Schließung trotz geringer Nachfrage

Im Dezember 2021 hatte die Klinik Waldeck ein eigenes Impfzentrum in Bad Dürrheim eröffnet. Wird das auch geschlossen? „Nein, das bleibt weiterhin bestehen. Die Termine sind bei uns weiter online buchbar„, sagt Geschäftsführerin Viola Kahl.

Dabei sei auch hier der Bedarf eigentlich nicht mehr groß: „Wir kommen aktuell auf 20 bis 30 Impfungen pro Woche“, so Kahl weiter. Der neue Impfstoff von Novavax werde dabei kaum beachtet, verimpft werde vor allem Biontech und Moderna. Dabei seien die meisten Spritze Auffrischungsimpfungen. Dennoch sei eine Schließung kein Thema. Seit Beginn der Impfungen in der Klinik sind nach Angaben der Geschäftsführerin etwa 6000 Impfungen gegen Corona durchgeführt worden.

Kreis schließt alle Stützpunkte

Der Schwarzwald-Baar-Kreis zieht dagegen seine Konsequenzen aus der niedrigen Impfnachfrage und schließt die drei Stützpunkte. Der Standort Donaueschingen auf dem ehemaligen Kasernenareal ist seit Dienstagmittag Geschichte. St. Georgen wird am Mittwoch, 40. März, noch einmal von 15 bis 19 Uhr geöffnet sein. Und der Stützpunkt im Schwarzwald-Baar-Center in Villingen-Schwenningen macht die Pforten nach der Schicht von 15 bis 19 Uhr endgültig dicht.

Auch der Stützpunkt – hier im Dezember 2021 – auf dem ehemaligen Kasernengelände in Donaueschingen ist Geschichte.
Auch der Stützpunkt – hier im Dezember 2021 – auf dem ehemaligen Kasernengelände in Donaueschingen ist Geschichte. | Bild: Fröhlich, Jens

Wer sich ab dann eine Corona-Impfung geben lasen möchte, muss das bei niedergelassenen Ärzten machen. Für Immunisierungen in Alten- und Pflegeheimen, Kliniken, Geflüchtetenunterkünften und weiteren Einrichtungen hält der Kreis weiterhin ein mobiles Impfteam bereit.