Mit Verspätung haben die Grünen im Schwarzwald-Baar-Kreis den Wahlkampf für die Landtagswahl 2021 gestartet. Dabei konnte der Kreisverband zum ersten Mal eine amtierende Abgeordnete als Kandidatin nominieren. So wurde dann auch Martina Braun mit großer Mehrheit zur Kandidatin gewählt. Etwas spannender war die Wahl der Ersatzkandidatin. Hierbei konnte sich Elif Cangür, Stadträtin von Villingen-Schwenningen, mit 34 zu 26 Stimmen gegen ihre Mitbewerberin, Kreisrätin Ursula Roth-Ziefle, durchsetzen.

„Ich möchte auf diesen ersten Platz“

Ursprünglich war die Nominierung der Kandidaten im März geplant, musste aber coronabedingt verschoben werden. „Heute geben wir endlich den Startschuss“, sagte Martina Braun. Und sie sei sich sicher, dass die Grünen auch 2021 als Erste ins Ziel kommen können. „Ich möchte auf diesen ersten Platz. Unbedingt“, so Braun. 2016 habe man Geschichte geschrieben und im „tiefschwarzen“ Wahlkreis 54 Schwarzwald-Baar das Direktmandat geholt. „Mit Power, mit Engagement, mit einem guten Programm und mit einem starken Ministerpräsidenten.“ 2021 komme noch etwas hinzu, sagte Braun: Erfahrung. Sie könne bei einer Wiederwahl von der ersten Minute loslegen „für die Menschen im Land und im Schwarzwald-Baar-Kreis“.

Ernährungswende im Mittelpunkt

Für die Koalitionsverhandlungen gebe es bereits Pläne. Die Landes-Grünen arbeiten an einem Gesellschaftsvertrag für die Ernährungswende, in dem Erzeuger, Verarbeiter, Handel und Abnehmer beachtet werden sollen. Dieser Vertrag soll verpflichtend in die Verhandlungen zur Regierungsbildung einfließen. Auch der Klimawandel, die Mobilitätswende und der gesellschaftlicher Zusammenhalt seien weiterhin Kernthemen der Grünen. „Das braucht es hier und heute und in den kommenden fünf Jahren.“

Freude bei Elif Cangür

Für Martina Braun beginnt nun der Wahlkampf. Dabei unterstützt wird sie dabei von Elif Cangür. Als Ersatzkandidatin würde die türkischstämmige Lokalpolitikerin in den Landtag nachrücken, sollte Martina Braun 2021 gewählt werden und während der Legislaturperiode aus dem Gremium ausscheiden müssen. „Damit habe ich nicht gerechnet“, freute sich die Stadträtin nach ihrer Wahl. Sie möchte sich für nachhaltiges Wohnen im ländlichen Raum und die Gleichstellung von benachteiligten Personen – Menschen mit Migrationshintergrund, mit Behinderung und auch ältere Menschen – stark machen.