Das öffentliche Leben ist in großen Teilen zum Erliegen gekommen. Größere Menschenansammlungen gibt es nur noch dann, wenn sich Menschen nicht an die Corona-Verordnung halten. Trotz dem deutlichen Rückgang stieg die Zahl der Corona-Fälle zuletzt deutlich an. Wie passt das zusammen?

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Jochen Früh, Leiter des Gesundheitsamts, hat darauf eine Antwort: Wann die Befunde der Corona-Tests zurückkommen, habe mit den Kapazitäten zu tun. Die Testergebnisse kommen dadurch mit unterschiedlich langen Verzögerungen zurück, wodurch sich die neuen bestätigten Corona-Fälle häufen können. Daraus ergibt sich auch die ständige Fluktuation bei den aktuellen Zahlen.

Schon schwerer fällt dem Amtsleiter die Antwort darauf, wie groß die Dunkelziffer ist. „Wir fragen jeden Fall ab“, sagt Jochen Früh. Und bei jedem bestätigten Fall komme mindestens eine Person hinzu, die sich testen lassen soll. Wie viele Corona-Infizierte es tatsächlich gib, darüber könne er nur spekulieren. Er geht davon aus, dass es das Doppelte oder Dreifache der offiziellen Zahl ist.

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Ein Dauerthema für den Landkreis und das Schwarzwald-Baar-Klinikum bleiben Schutzmasken. Bund und Land beschaffen zwar Nachschub, sagt Arnold Schuhmacher von der Unteren Katastrophenschutzbehörde. Man wisse aber nicht, wann und wie viel komme. Mittlerweile sei auch der Kreis selbst im Gespräch, in die Beschaffung einzusteigen, sagt er. „Wir wurden ermuntert, uns zu aktivieren.“ Das Klinikum leide derzeit nicht unter an Mangel an Schutzkleidung, sagt Pressesprecherin Sandra Adams.

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„Aktuell ist sie vorhanden. Aber es wird knapp.“ Derzeit werden 52 Corona-Patienten und vier Verdachtsfälle im Klinikum behandelt. Davon werden 16 beatmet. Fünf Patienten seien bisher infolge des Virus in der Klinik gestorben – drei aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis und zwei aus dem Kreis Rottweil. Laut Sebastian Russo, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin, verläuft die Corona-Infektion bei fünf Prozent der Infizierten schwer. Diese müssen überwacht werden.

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