Mit Werkzeugkiste und in traditioneller Kluft sind 20 junge Zimmerer aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis zur Gesellenprüfung an den Gewerblichen Schulen in Donaueschingen angetreten. Nachdem sie im Juni schon den Theorieteil der Prüfung im Rahmen der Berufsschulabschlussprüfung absolviert hatten, bewiesen die angehenden Gesellen in der praktischen Prüfung ihr handwerkliches Können.

2. CNC-Praxistag im März bei der Firma Brüninghoff. Vorne: Andres Wiehl und Timo Allgaier (Firma Brüninghoff), Wolfgang Rebhan, Silas Eints und Klaus Fesenmeier (Gewerbliche Schulen Donaueschingen).
2. CNC-Praxistag im März bei der Firma Brüninghoff. Vorne: Andres Wiehl und Timo Allgaier (Firma Brüninghoff), Wolfgang Rebhan, Silas Eints und Klaus Fesenmeier (Gewerbliche Schulen Donaueschingen). | Bild: Gewerbliche Schulen Donaueschingen

Der Prüfungsausschuss unter Leitung von Daniel Engesser konnte für die mitgebrachten Gesellenstücke sowie die Arbeitsproben zum Teil hervorragende Noten vergeben. Innungssieger wurde Peter Bächle mit der Traumnote 1,0.

Pioniere in Baden-Württemberg

Mit der bestandenen Gesellenprüfung bekamen die Zimmerer erstmals Zertifikate für die bestandene Zusatzqualifikation „CAD/CNC-Fachkraft im Zimmererhandwerk“ überreicht werden. Die Gewerblichen Schulen Donaueschingen bieten als eine der ersten Schulen in Baden-Württemberg diese Zusatzqualifikation an. Die angehenden Zimmerer erhalten dazu ab dem ersten Ausbildungsjahr CAD-Unterricht mit einem Holzbau-Abbundprogramm. Im dritten Ausbildungsjahr verlangt der Lehrplan dann die Aufbereitung und Übergabe von CAD-Daten an die CNC-Maschine.

Kooperation mit Tannheimer Firma

Die Gewerblichen Schulen haben hier mit der Firma Brüninghoff in Tannheim einen idealen Kooperationspartner gefunden. Das Unternehmen war eine der ersten Firmen in der Region, die sich auf CNC-Abbund spezialisiert hat. Dort sind heute zwei moderne Abbundanlagen im Einsatz. Schon im März waren die Zimmerer einen Tag an einer Abbundanlage der Firma Brüninghoff, um vorbereitete Daten eines Bauteils an die CNC-Maschine zu übergeben. Die Lehrer und Ausbilder werden hier vor die große Herausforderung gestellt, einerseits die Grundlagen und Fertigkeiten des traditionellen Zimmerhandwerks zu vermitteln, andererseits auch den Spagat zu Konstruktion und Abbund mit CAD/CNC-Technik zu schaffen.

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