Seit Donnerstag, 12. November, werden die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes durch acht Soldaten der Bundeswehr bei der Kontaktermittlung zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus unterstützt.

„Über mehrere Wochen haben wir die Kontaktnachverfolgung sowie die damit verbundene Sachbearbeitung durch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und weitere Kollegen des Landratsamtes aus anderen Ämtern gestemmt. Die rasant zunehmende Zahl der Covid 19-Infektionen in den vergangenen zehn Tagen im Schwarzwald-Baar-Kreis und die damit verbundene Kontaktnachverfolgung, die im Schnitt bei einer positiv getesteten Person bei zirka zehn zu verfolgenden Kontakten liegt, haben uns an die Kapazitätsgrenze gebracht, sodass wir Unterstützung durch die Bundeswehr angefordert haben“, erklärt Dr. Jochen Früh, Leiter des Gesundheitsamtes.

Vor allem der von einer Freikirche ausgehende Großausbruch, auf den mehr als 80 Fälle zurückgehen sowie ansteigende Zahlen von betroffenen Alten- und Pflegeeinrichtungen und verschiedenen Kindergärten und Schulen ließen die Zahlen im Schwarzwald-Baar-Kreis ansteigen. „Aktuell ist die Lage nur schwer überschaubar und das Ausbruchsgeschehen diffus“, so Dr. Jochen Früh zur Situation.

Die Soldaten des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen haben ihren Dienst am Donnerstag im Gesundheitsamt in der Herdstraße 4 in VS-Villingen angetreten und übernehmen jetzt Fälle zur Kontaktpersonenverfolgung. Dabei werden Personen, die durch positiv getestete Personen als Kontakt angegeben wurden, angerufen.

„Wir sind dankbar für diese schnelle und unkomplizierte Unterstützung der Bundeswehr und hoffen, dass wir mit diesem Beitrag der Bundeswehr die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen können“, so Landrat Sven Hinterseh laut einer Mitteilung seiner Behörde.

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