Für die Berufsschüler des Landschafts- und Gartenbaus an der Albert-Schweitzer-Schule in Villingen-Schwenningen geht es dieser Tage hoch hinaus. Denn in einem zweitägigen Kurs lernen sie in den Grünanlagen beim Hochgericht, wie man einen Baum möglichst schadenfrei beschneidet und wie man mithilfe von Seilen bis hoch in die Baumkrone kommt.

„Die Baumpflege kommt in der Berufsschule oft zu kurz, deswegen bieten wir dieses Seminar an“, sagt Martin Wetzler, Baumpfleger bei der Firma Vitarbor. Er bringt den rund 44 Schülern aus zwei Klassen bei, wie sie sich richtig anseilen und wie ein Ast abgeschnitten werden muss.

Video: Jennifer Moog

Was eigentlich nicht in das normale Arbeitsfeld eines Landschaftsgärtners fällt, soll das Bewusstsein der Schüler für das Lebewesen Baum fördern. Außerdem soll das Seminar ihnen als Anregung für den weiteren Arbeitsweg dienen.

Um jedoch Baumpfleger werden zu können, muss nach der Ausbildung eine Weiterbildung folgen, so Wetzler. Ihn unterstützt Bernd Musselmann. Er bringt den Schülern näher, dass Bäume fühlen und reagieren. Denn auch wenn der Baum seine Beschwerden nicht äußern könne, könne er bei der falschen Pflege Wunden erleiden.

Auszubildende genießt die Arbeit im Freien

Bei dem Seminar mit Begeisterung dabei ist auch Celine Zandana. Wie ihre Klassenkameraden absolviert sie gerade das dritte und letzte Ausbildungsjahr im Garten- und Landschaftsbau. Sie hat sich für diesen Berufsweg entschieden, weil ihr die Arbeit draußen viel Spaß macht, obwohl es auch anstrengend sein kann, sagt sie. Den Gartenbau sieht sie nicht als einen reinen Männerberuf. Auch wenn sie zugibt, als Frau den Männern körperlich unterlegen zu sein. Arbeitskollegen würden dies aber gut auffangen, findet sie. Sie genießt vor allem die viele Bewegung und die Vielseitigkeit des Berufs. Auch in Bäume zu klettern macht ihr Spaß. In welche Richtung es für sie später gehen soll, das wisse sie noch nicht genau.

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Den Kurs möglich gemacht hat das Grünflächen- und Tiefbauamt VS. Die Stadt profitiert von den Arbeiten der Schüler. Denn sie sägen nur Äste ab, die ohnehin beseitigt werden müssen.

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