Felicitas Schück

Wer Hausmüll oder gar Tierkadaver in der Biomülltonne entsorgen will, dem droht künftig, dass die Tonne stehen bleibt. Werden im Rahmen einer Biomüllabfuhr bei einer Überprüfung Störstoffe registriert, so wird der Abfallbehälter künftig nicht geleert. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Kreisausschusses für Umwelt und Technik am Montag im Landratsamt die neue Abfallwirtschaftssatzung, in der auch solche Details festgelegt sind.

Wenn bei einer Nachprüfung wieder ein Störstoff in der Biomülltonne festgestellt wird, so muss der Mülltonnen-Besitzer pro Anfahrt eine Gebühr bezahlen, war im Ausschuss zu vernehmen. Allzu oft werde die Biomülltonne noch als Restmülltonne „missbraucht“, erklärte Martin Fetscher, Leiter des Abfallwirtschaftsamtes.

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Sollten die Müllprüfer in der Gelben Tonne eine Befüllung mit anderen Abfallarten feststellen, so erfolgt eine Aufforderung zur Nachsortierung. Wenn der Aufforderung zur Nachsortierung nicht Folge geleistet wird, so kann der Landkreis eine gebührenpflichtige Entsorgung des Abfallgemisches als Restmüll vornehmen. Das kann dann zu höheren Restmüllgebühren führen.

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Berthold Ummenhofer (Freie Wähler) wollte in diesem Zusammenhang wissen, ob die restlichen Gelben Säcke noch verwendet werden dürfen. Diese sollte man nicht wegschmeißen, antwortete Fetscher. Die Gelben Säcke, die ja schließlich bei anderen Landkreisen durchaus noch verwendet werden, kann man beim Landratsamt abgeben. Mit aufgenommen in die neue Satzung wurden Gebühren für Alteisen. Als eine der wichtigsten Änderungen bezeichnete Fetscher Gebührengerechtigkeit.