Der neue Donaueschinger Stadtbus hin und der vom Landkreis organisierte öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) her: Das Auto ist nach wie vor Verkehrsmittel Nummer eins. Es bringt die Menschen an ihren Arbeitsplatz, die Kinder zum Sport- und Musikunterricht und wenn der wöchentliche Großeinkauf im Getränke- und Supermarkt ansteht, dann nutzen die meisten Bürger dafür auch ihr Auto. Gleichzeitig gehört es zu den nervigsten Dingen überhaupt, mit seinem Auto im Stau zu stehen oder Umwege unter die Räder zu nehmen, um an sein Ziel zu kommen. Wo in diesem Jahr Straßen zu Staufallen werden können:

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  • Donaueschingen: Nachdem es in den vergangenen Jahren aufgrund der Sanierung der Schellenbergbrücke, der Baumaßnahmen im Residenzbereich und der Arbeiten am Kreisverkehr bei der Feuerwehr und in der Bräunlinger Straße in der Kernstadt immer wieder zu Staus und längeren Wartezeiten gekommen ist, wird 2018 eher die Peripherie von Baumaßnahmen betroffen sein. Wichtigstes Donaueschinger Straßenbauprojekt wird der sogenannte Vollausbau der Friedrich-Ebert-Straße sein. Die Straße hat mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel, sodass jetzt der Unterbau samt Belag erneuert wird. Außerdem erhält die Straße einen neuen Rad- und Fußweg. Laut Stadtbaumeister Heinz Bunse sollen die Arbeiten im April ausgeschrieben werden. Wenn alles nach Plan läuft, sollte der Vollausbau bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Kosten: rund 1,5 Millionen Euro. Während der Bauzeit lassen sich Behinderungen nicht vermeiden. Pläne für Umleitungsstrecken liegen im Stadtbauamt schon in der Schublade. Der Landkreis kümmert sich um zwei Propjekte in Donaueschingen: die Sanierung der Kreisstraße 5753 zwischen Neudingen und der Bundesstraße 31, außerdem wird die Ortsdurchfahrt Neudingen in der zweiten Jahreshälfte erneuert. Los geht's, sobald die Arbeiten für den Breitbandausbau abgeschlossen sind. Ob die Brücke bei den Badischen Gummiwerken erneuert wird, steht noch nicht fest, das hängt von Zuschüssen ab. Belagsarbeiten kündigt Bunse im Gewerbegebiet und der Haydnstraße an. Wichtigstes Projekt in den Donaueschinger Dörfern ist die Sanierung der Brigachbrücke in Grüningen. Diese Maßnahme soll in der zweiten Jahreshälfte in Angriff genommen werden.
  • Bräunlingen: In dem Zähringerstädtchen steht die Teilsanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Döggingen und Unadingen im Lastenheft von Bauamtsleiterin Kerstin Milse. In Angriff genommen wird auch der Neubau der Posthausbrücke, im Volksmund auch als Postlochbrücke bekannt. Und Kanalbauarbeiten sind in der Freiburger Straße in Döggingen projektiert. Diese drei Maßnahmen hängen ganz eng mit dem Bau der zweiten Gauchachbrücke (Bundesstraße 31) zusammen, die 2019 durch das Land erfolgt – weil die Umleitungsstrecke über die Posthausbrücke und die Gemeindeverbindungsstraße verläuft. Im Mai sollen die Arbeiten starten und am Jahresende abgeschlossen sein. Außerdem ist vorgesehen, einen Straßenverlauf im Gewerbegebiet Niederwiesen zu verändern. Belagsarbeiten sind im Wohngebiet Rösslebuck nötig. Zwischen Döggingen und Mundelfingen wird der Radweg fertiggestellt.
  • Hüfingen: Zentrales Straßenbauprojekt ist die schon begonnene Sanierung der Schaffhauser Straße, die seit Ende Februar voll gesperrt ist. Der erste Bauabschnitt zwischen der der Hausenerstraße und der Alemannenstraße sollte gegen Ende dieses Jahres fertig sein. Der Begriff Sanierung passt nicht ganz, denn die Schaffhauser Straße bekommt nicht nur einen neuen Belag, sie wird auch umgestaltet. Und wenn die Straße schon mal offen ist, dann werden die Leitungen und Kanäle überprüft und bei Bedarf neu gemacht. Parallel dazu wird die Kennerbachbrücke fit für die Zukunft gemacht. Die innerörtliche Umleitung erfolgt über die Hohenstraße und die Feldwegbrücke, wo eine Ampelanlage installiert worden ist. Die Umleitung des nach Hüfingen hinein- und herausrollenden Verkehrs erfolgt über die B 27 und die B 31. Laut Hauptamtsleiter Horst Vetter funktionierten die Umleitungsstrecken recht gut. Ob der Ausbau der Hochstraße, die in die Donaueschinger Friedrich-Ebert-Straße mündet, angegangen wird, sei noch nicht sicher. Außerdem stehen in Sumpfohren und Mundelfingen kleinere Belagsarbeiten an, die umleitungstechnisch aber keine Probleme machen. Und dann werden in Sumpfohren (fast fertig) Behla und Fürstenberg noch Straßen für die Breitbandversorgung aufgemacht.
  • B 27: Der vierspurige Ausbau der B 27 zwischen Donaueschigen-Mitte und dem Hüfinger Wasserturm wird die Autofahrer noch bis Ende 2021 beschäftigen, dann ist die Verkehrsfreigabe geplant. Bis dahin sind Sperrungen und Teilsperrungen unvermeidlich. Zum Ausbau gehören auch neun Brücken und der Lärmschutzwall. Die Umfahrung Behla soll Ende dieses Jahres fertiggestellt sein.