Schwarzwald-Baar – Der bekannte österreichische Showmoderator Andy Borg begrüßt derzeit in den Schwenninger Messehallen für eine große TV-Samstagabendunterhaltungsshow im SWR-Fernsehen an vier Abenden prominente Gäste aus der Volksmusik- und Schlagerszene. Jeweils zwei Stunden sorgt er dabei für beste Fernsehunterhaltung. Damit so eine Fernsehshow überhaupt über die Bildschirme flimmern kann, ist hinter den Kulissen ein großer logistischer und technischer Aufwand notwendig. Der SÜDKURIER durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen.

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  • Studio: Das Fernsehstudio wurde in der Messehalle C aufgebaut. Knapp 1000 Quadratmeter misst das Studio, das aussieht wie eine Weinschänke, mit Klinkerwänden und Torbögen. Beim genauen Hinschauen entpuppen sich die Backsteine als Tapete. Wie Markus Ziemann, verantwortlicher Redakteur und Produzent, erklärt, wurde die Kulisse so gestaltet, dass sie nach den vier Drehtagen in Schwenningen abgebaut und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden kann.

Wer dieses märchenhafte Kleid wohl anziehen wird? Garderobiere Gerlinde Pohl verrät es nicht.
Wer dieses märchenhafte Kleid wohl anziehen wird? Garderobiere Gerlinde Pohl verrät es nicht. | Bild: Sprich, Roland
  • Beleuchtung: Um die Stars wie auch das Publikum ins rechte Licht zu rücken, wurden an der Decke 876 Scheinwerfer installiert. Für die richtige Lichtstimmung sorgen zwei Techniker, die hinter der Bühne sitzen und an einem riesigen Mischpult Dutzende Knöpfe drücken, um die jeweils richtige Beleuchtung zu zaubern.

Von hier aus werden die 876 Scheinwerfer gesteuert, die an der Decke des Fernsehstudios installiert wurden, um für die TV-Aufzeichnung die richtige Lichtstimmung zu zaubern.
Von hier aus werden die 876 Scheinwerfer gesteuert, die an der Decke des Fernsehstudios installiert wurden, um für die TV-Aufzeichnung die richtige Lichtstimmung zu zaubern. | Bild: Sprich, Roland
  • Kostüme: Zwar bringen die Künstler, die allabendlich hier auftreten, von den Amigos und Anita und Alexandra Hofmann über die Kastelruther Spatzen bis zu den Nockis, ihre eigene Garderobe mit. Dennoch hat Gerlinde Pohl, zuständig für Kostüm und Styling, alle Hände voll zu tun. Das Bühnenoutfit muss aufgebügelt werden, „und manchmal müssen wir einen Knopf annähen oder eine Hose flicken.“ So geschehen bei der ersten Aufzeichnung, als einer der Künstlerinnen kurz vor dem Auftritt die Hose riss. Auch hält die Garderobe stets Ersatzkleidung bereit.
  • Maske: Damit die Stars wie aus dem Ei gepellt aussehen, müssen sie vor dem Auftritt in die Maske. Hier werden sie geschminkt, frisiert und abgepudert, damit sie im gleißenden Scheinwerferlicht nicht glänzen.
  • Catering: So ein Aufzeichnungstag ist für das 60-köpfige Team sehr lange. Bereits morgens um 10 Uhr beginnen die Proben, wenn die Sendung um 22 Uhr vorüber ist, folgen Nachbesprechungen. Erst gegen 1 Uhr sind die Teammitglieder im Hotel. Um das Studiogelände nicht verlassen zu müssen, werden sie vor Ort von einem Cateringservice versorgt. Mehrmals täglich wird hier für jeweils rund 150 Personen frisch gekocht.
  • Der Ü-Wagen: Das Herzstück einer jeden Fernsehaufzeichnung ist der Übertragungswagen. Wie Producer Markus Ziemann erklärt, wurde die gesamte Übertragungstechnik aus Berlin angemietet. Hier sitzen diejenigen Menschen, die entscheiden, welche Bilder, die von den sieben Kameras, davon drei festinstallierte, eingefangen werden, gesendet werden. Die Tonleute sitzen abgeschottet im selben Ü-Wagen.
  • Der Regisseur: Beinahe ein Heimspiel hat der Regisseur der „Schlagerschänke mit Andy Borg“. Michael Maier führt Regie bei den vier Aufzeichnungen. Er stammt aus Triberg und führte unter anderem bei der Harald-Schmidt-Show Regie und ist von Anfang an Regisseur des RTL-Dschungelcamps.
  • Der Sendetermin: Die erste Folge der „Schlagerschänke mit Andy Borg“ aus Villingen-Schwenningen wird am Samstag, 22. Dezember, um 20.15 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. Danach soll monatlich eine Sendung folgen.