Die Expertenvorschläge für eine künftige Neuaufstellung der Polizei in der Region mit einem Präsidiumssitz in Konstanz stoßen auf weitere Kritik. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat Villingen-Schwenningen nennt den Vorschlag „abwegig“. Fraktionsschef Edgar Schurr, wird darin zitiert: „Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass das Polizeipräsidium für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in Konstanz angesiedelt werden soll.“

Umfrage wird geladen...

Weiterhin offen sei die Positionierung der Kriminalpolizei in der Region. Die SPD befürchte, dass die Kripo am Standort Villingen-Schwenningen eher geschwächt statt gestärkt werde. Auch sehe sie in einem Polizeipräsidium von Konstanz bis Sulz eine Überdehnung in der Fläche – auch wenn die Kriminaldirektion in Rottweil bleiben sollte. „Sinnvollerweise sollte die Kriminaldirektion im Schwerpunkt der regionalen Kriminalität, in Villingen-Schwenningen, angesiedelt sein.“ Dort sei der richtige Standort auch für das Präsidium.

Nicht für Villingen-Schwenningen, dafür für einen Fortbestand des Präsidiumssitzes in Tuttlingen spricht sich der AfD-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Tuttlingen-Donaueschingen, Lars Patrick Berg, aus. Tuttlingen liege im Zentrum des vorgeschlagenen neuen Polizeipräsidiumsbezirks.