„Wir werden heute deutlich über 150 Corona-Fälle haben.“ Das ist die klare Aussage von Jochen Früh, Leiter des Gesundheitsamts im Schwarzwald-Baar-Kreis. „Der Anstieg ist relativ linear und schnell.“ Mit diesen Aussagen macht er vor allem eines deutlich: Die Corona-Krise ist noch nicht überstanden. Dennoch gibt es auch positive Nachrichten, die das Landratsamt und das Schwarzwald-Baar Klinikum vermelden können.

Große Resonanz hat es etwa auf den Aufruf gegeben, dass sich Menschen mit medizinischem Hintergrund beim Landratsamt melden sollen. 204 Spontanhelfer, die im Ernstfall bei der Versorgung von Patienten unterstützen können, seien dem Aufruf bislang gefolgt, sagt Heike Frank, Pressesprecherin des Landratsamts.

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Sie hebt zudem hervor, dass es sieben Gesundungsfälle und keinen Todesfall gibt, der dem Schwarzwald-Baar-Kreis zuzuordnen wäre.

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Im Schwarzwald-Baar Klinikum werden derzeit 20 Corona-Patienten behandelt. Dazu gebe es 14 Verdachtsfälle, die relativ sicher positiv getestet werden, sagt Matthias Geiser, Geschäftsführer des Klinikums. „Die große Welle ist zum Glück noch nicht über uns hereingebrochen“, sagt er. Daher könne man sich die Zeit nehmen, um die Belegschaft zu schulen und auf den Umgang mit Corona-Fällen vorzubereiten.

„Wir haben ein riesieges Engagement der Mitarbeiter, in anderen Abteilungen mitzuarbeiten“, lobt der Geschäftsführer seine Belegschaft. „Die Mitarbeiter packen an.“ Dennoch sei eine große Anspannung zu spüren.

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Über die Ausstattung des Klinikums gibt Pressesprecherin Sandra Adams Auskunft. Die Beatmungsplätze habe man weiter aufgestockt, sodass bei Bedarf bis zu 90 zur Verfügung stehen. Desinfektionsmittel sei „ausreichend) und Schutzmasken „noch vorhanden“.

Wie sich die Situation entwickelt, darüber will Jochen Früh nicht spekulieren. „Eine Prognose zu geben ist sehr schwer. Das können wir nicht“, sagt er. Man stütze sich auf die Erfahrungen, die andere Länder gemacht haben, weshalb er zu dem Schluss kommt: Wir können uns nicht zurücklehnen.“

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