Das sind die Ergebnisse einer Sitzung des Interessenverbands mit am Projekt S21 beteiligten Projektpartnern. Wie der Verband mitteilt, nahmen neben Verkehrsminister Winfried Hermann und Vertretern seines Ministeriums auch der Stuttgart-21-Chef Manfred Leger, Georg Brunnhuber vom Verein Bahnprojekt Stuttgart-Ulm, Flughafen-Chef Walter Schoefer, Thomas Bopp, der Verbandsvorsitzende der Region Stuttgart und der Stuttgarter Baubürgermeister Peter Pätzold teil.

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Hintergrund der Sitzung waren die zuletzt von der Bahn vorgestellten Pläne, während der Realisierung der "Station drittes Gleis" am Stuttgarter Flughafen die S-Bahn Anbindung des Flughafens für ein Jahr einzustellen. Der Interessenverband, Verkehrsminister Winfried Hermann, die Vertreter des Verbands Region Stuttgart, der Landeshauptstadt Stuttgart und der Flughafen GmbH sprachen sich klar für den Interimsbahnhof Flughafen/Messe aus. Die Anwesenden äußerten erhebliche Bedenken, ob eine Anbindung allein über die Stadtbahn an Tagen mit einem hohen Reisendenaufkommen in den Kapazitäten ausreichend wären.

Darüber hinaus fordern der Interessenverband, dass mit der Fertigstellung des Regionalbahnhofs Stuttgart-Vaihingen Ende 2020 dort auch Intercityzüge der Gäubahn halten. Dies schafft für viele Gäubahn-Fahrgäste eine neue Direktrelation in den Süden Stuttgarts und eine Umstiegsmöglichkeit auf S-Bahn in Richtung Flughafen/Messe. Justizminister Guido Wolf sagte als Vorsitzender des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodenseebahn: „Für alle Gäubahnanlieger war die Anbindung an Flughafen und Messe an wichtiges Argument in der Diskussion um Stuttgart 21. Es ist wichtig, alle Unterbrechungen nach Stuttgart aber auch aufgrund des Baus der Verkehrsdrehscheibe am Flughafen so kurz wie möglich zu halten."