Wenn nach dem kommenden Wochenende die Schule wieder beginnt, müssen sich Eltern schulpflichtiger Kinder wie in den vergangenen Jahren auch an höhere Preise für Wochen- und Monatskarten gewöhnen. Die Fahrpreiserhöhung des Verkehrsverbundes Schwarzwald-Baar (VSB), die am 1. August in Kraft getreten ist, hatte der Kreistag bereits im Mai mit großer Mehrheit beschlossen. Im Durchschnitt werden die Preise um 2,5 Prozent steigen. Hauptgründe für die Erhöhung sind laut VSB die gestiegenen Lohnkosten, höhere Dieselpreise und Mehrkosten im laufenden Betrieb. 2017 habe die branchenspezifische Inflationsrate bei 2,52 Prozent gelegen. Zuletzt hatte der VSB die Preise zum 1. August 2017 erhöht, damals um gut 2,6 Prozent.

Schüler sind von Preiserhöhungen nicht ausgenommen

Ausnahmen für Schülertickets gibt es nicht. Dieser Automatismus bei der Erhöhung der Ticketpreise stößt vor allem bei den Grünen im Kreistag auf Unverständnis und Kritik. "Seit mehreren Jahren werden mit der allgemeinen Tariferhöhung beim Verkehrsverbund auch die Ticketpreise für die Schüler automatisch mit erhöht. Das möchte unsere Fraktion nicht weiter hinnehmen", erklärt Fraktionsmitglied Armin Schott. In Zeiten, in denen in anderen Regionen über Preissenkungen diskutiert werde, würden im Schwarzwald-Baar-Kreis die Tarife auch für die stark belasteten Familien und Alleinerziehenden erhöht, so Schott. Von diesen Preiserhöhungen gehe deshalb ein völlig falsches Signal aus.

Diese Preise gelten seit dem 1. August 2018 in den Bussen und Bahnen im Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar (VSB).
Diese Preise gelten seit dem 1. August 2018 in den Bussen und Bahnen im Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar (VSB). | Bild: Ute Schönlein

12 Euro pro Kind und Jahr mehr

Seit August 2018 der Preis für Schülermonatskarten in der Preisstufe A bei 40,30 Euro. Die Eigenanteile – also der Teil des Fahrpreises, den die Schüler beziehungsweise ihre Eltern berappen müssen – sollen für Schüler der Grundschulen und Grundschulförderklassen 15 Euro betragen, für Schüler der Hauptschulen und Förder- und Sonderklassen 28 Euro und für Schüler der Realschulen, Gymnasien, Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen, Beruflichen Schulen, Berufsoberschulen, des Berufsgrundbildungsjahres und Berufsvorbereitungsjahres, der Berufsfachschulen und der Freien Waldorfschulen 36,90 Euro. Ausgenommen sind Schüler von Abendrealschulen und Abendgymnasien und Schüler mit Ausbildungsvergütung. Die Steigerung liegt damit durchgängig bei 1,10 Euro pro Monat. Die jeweilige Differenz zwischen dem Monatskartenpreis und dem Eigenanteil bezahlt die öffentliche Hand.

Der Schwarzwald-Baar-Kreis gibt für die Schülerbeförderung derzeit jährlich rund neun Millionen Euro aus. Das Land schießt 5,1 Millionen Euro zu und die Einnahmen aus Eigenanteilen der Schüler belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.