Die Südwest-Messe lockt seit fast sechs Jahrzehnten jedes Jahr gut hunderttausend Besucher nach Villingen-Schwenningen – und die wollen nicht allein wegen des großen Waren- und Dienstleistungsangebots kommen, sondern auch das Unterhaltungsprogramm genießen. Hier setzt der neue Festwirt Hans Fetscher durchaus eigene Akzente, wie er mit der großen Schlagernacht am Eröffnungssamstag bewies.

An manchen liebgewonnenen Traditionen hält er aber gerne fest. Dazu gehört das Konzert der Schlagerstars Anita und Alexandra Hofmann. Sie gehören seit vielen Jahren zu den Garanten für Stimmung und gute Laune. Am Dienstag herrschte mit mehreren tausend Besuchern einmal mehr Ausnahmezustand im großen Messefestzelt.

Hautnah: So lautet das Motto bei der Show von Anita (rechts) und Alexandra Hofmann. Die Besucher im Messe-Festzelt drängen ganz nah an den Bühnenrand. Bild: Roland Sprich
Hautnah: So lautet das Motto bei der Show von Anita (rechts) und Alexandra Hofmann. Die Besucher im Messe-Festzelt drängen ganz nah an den Bühnenrand. | Bild: Roland Sprich

Und das wurde von den beiden Schwestern mit dem Hit "100 000 Volt" gleich mächtig unter Strom gesetzt. Sie genossen den Auftritt so nah an ihrer Heimat Messkirch, denn hier haben Anita und Alexandra Hofmann derzeit selten einen Auftritt. "Wir waren jetzt wochenlang nur oberhalb der Berliner Currywurstgrenze", sagte Alexandra. Auch nach dem Messeauftritt rauschten die Sängerinnen wieder gen Nordseeküste.

Umso mehr freute es Anita und Alexandra, vor heimischer Kulisse und für die Fans, die aus vielen Teilen Baden-Württembergs eigens angereist waren, ihre temperamentvolle Show zu zeigen.

Die Sängerinnen, die seit 30 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen, beherrschen auch 16 Instrumente. Einen Teil davon spielten sie auf der Südwest Messe, hier bearbeitet Alexandra (rechts) das Marimbaphon. Schwester Anita schaut zu.
Die Sängerinnen, die seit 30 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen, beherrschen auch 16 Instrumente. Einen Teil davon spielten sie auf der Südwest Messe, hier bearbeitet Alexandra (rechts) das Marimbaphon. Schwester Anita schaut zu. | Bild: Roland Sprich

Und die war wieder sehr abwechslungsreich. Denn wenngleich das Duo seit 30 Jahren gemeinsam auf der Bühne steht und zusammen große musikalische Erfolge feiert, so sind die Schwestern grundverschieden. Das stellten sie auch auf der Bühne unter Beweis. Anita machte einen Ausflug in die Musicalwelt, während Alexandra die Rockröhre gab. Dabei suchten die beiden Sängerinnen immer wieder den hautnahen Kontakt zum Publikum und so mancher Besucher fand sich unversehens als Tanzpartner der beiden wieder. Anita und Alexandra bewiesen, dass sie auch instrumental vielseitig sind. Ob mit Alphorn, Panflöte, Trompete oder Marimbaphon, das Duo sprühte nur so vor Temperament. Insgesamt beherrscht das Duo 16 Instrumente.

Die mehreren tausend Besucher im Zelt feiern ausgelassen zu den Hits von Anita und Alexandra Hofmann, so mancher singt auch gerne mit.
Die mehreren tausend Besucher im Zelt feiern ausgelassen zu den Hits von Anita und Alexandra Hofmann, so mancher singt auch gerne mit. | Bild: Roland Sprich

Zwar nicht 16, aber immerhin ein Dutzend Instrumente beherrscht auch Alois Wiehl. Der Musiker, der vor und nach dem knapp einstündigen Auftritt von Anita und Alexandra Hofmann das Publikum unterhielt, wurde der Bezeichnung Alleinunterhalter absolut gerecht. Denn Alois, ehemaliges Mitglied der einst legendären Stockmihli-Musikanten, versteht es, mehrere Instrumente innerhalb eines Stückes zu spielen. Seine Ein-Mann-Show gefiel den Besuchern jedenfalls, die trotz schwüler Hitze gerne im Zelt verweilten.