Aufgrund der zunehmenden Anzahl an positiv getesteten und erkrankten Menschen in der Region verstärkt das Schwarzwald-Baar Klinikum in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt seine vorbereitenden Maßnahmen. Wie Klinikum-Sprecherin Sandra Adams am Sonntagnachmittag mitteilt, habe sich das Klinikum dazu entschieden, den, den Standort Donaueschingen ausschließlich für mit dem Corona-Virus infizierte, stationär zu versorgende Patienten vorzuhalten.

Kompetenz am Lungenzentrum

Mit der Konzentration auf den Standort Donaueschingen nutzt das Klinikum die besondere medizinische Kompetenz des Lungenzentrums in Donaueschingen. Alle Maßnahmen dienten dazu, Patienten fachkundig und bestmöglich zu behandeln und – ebenso wie Mitarbeiter – möglichst gut in der aktuellen Situation zu schützen.
Seit Samstag nehme das Klinikum am Standort Donaueschingen bereits keine anderen Patienten mehr auf. Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt getroffen.

Patienten verlegt

In Folge dessen werden Patienten, die aktuell noch am Standort Donaueschingen stationär versorgt werden und im Laufe der nächsten Tage nicht nach Hause entlassen werden können, in das Klinikum in Villingen-Schwenningen verlegt.
Am Standort Donaueschingen werden keine Menschen auf eine mögliche Infektion getestet. Das Krankenhaus nehme nur von einem Arzt an das Krankenhaus über-wiesene Patienten auf, die bereits positiv getestet wurden und eine stationäre Be-handlung benötigen.

Notaufnahme geschlossen

Die Notaufnahme am Standort Donaueschingen ist seit Samstag 14. März 2020 geschlossen. Für Notfallpatienten ist die Notaufnahme am Klinikums-Standort Villingen-Schwenningen
wie gewohnt geöffnet.

Betretungsverbot gilt

Auf Anordnung des Landratsamts besteht ein Betretungsverbot für das Krankenhaus
in Donaueschingen. Dort haben ausschließlich stationäre Patienten sowie Mitarbeiter
Zutritt. Gemäß dem Beschluss der Bundesregierung muss auch im Klinikum in Villingen-Schwenningen ein generelles Besuchsverbot eingehalten werden. Davon ausgenommen sind Besuche bei Patienten in einer Palliativsituation, bei Sterbenden sowie bei Kleinkindern.

Geplante Eingriffe verschieben

Das Schwarzwald-Baar Klinikum sehe sich in der aktuellen Situation teilweise gezwungen, bereits geplante Eingriffe und Behandlungen ab dieser Woche abzusagen beziehungsweise zu verschieben. Diese Maßnahme betrifft vor allem Operationen und Behandlungen, bei denen aus medizinischer Sicht ein Aufschub vertretbar ist. Das gilt nicht nur für stationäre, sondern auch für ambulante Behandlungen. Betroffene werden direkt von den jeweiligen Fachabteilungen des Klinikums kontaktiert. Notfälle und dringliche Behandlungen werden weiterhin vorgenommen.
Das Klinikum bitte die Bevölkerung um Verständnis für diese
erforderlichen Maßnahmen – sie alle dienen der Versorgung und dem Schutz der
Menschen in der Region.

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